Helfer schenken Hoffnung
Mehr als 150 Freiwillige engagierten sich bei 21 Projekten am 5. Tiroler Freiwilligentag.
Von Sabine Kuess
Innsbruck –Gutes tun und Zeit schenken – nur zwei Motive, die mehr als 150 Tirolerinnen und Tiroler dazu bringen, sich beim jährlich stattfindenden Freiwilligentag der Caritas zu engagieren. Gestern wirkten die ehrenamtlichen Helfer bei 21 Projekten mit. Vogelnistkästen bauen, Essen verteilen, Frühjahrsputz, Flohmarkt und Menschen anderer Kulturen treffen – die Projekte waren beim 5. Freiwilligentag vielfältig.
Im Integrationshaus werkelten knapp zwanzig Ehrenamtliche aus allen Altersgruppen mit. Im Keller wurde entrümpelt, in der Küche geputzt und gekocht und im Garten machten elf Jugendliche mit zwei Betreuerinnen alles fit für das Frühjahr. „Die Jugendlichen im Garten helfen heute lieber, anstatt schulfrei zu machen“, verwies der Geschäftsführer des Integrationshauses, Hannes Wechner, auf den Landesfeiertag. Im Keller finden sich „einige verborgene Schätze“, berichtete Helfer Thomas und präsentierte zwei Zeichnungen von Innsbruck. Er war gerade dabei, mit Beate, Andrea, Petrissa, Julia und Klaudia die „Kunstkammer“ im Keller auszuräumen. Dort lagern Bilder, die bei Vernissagen des Dinnerclubs übrig blieben. Im Sommer müssen die Bewohner des Integrationshauses ausziehen, weil das Gebäude für einen Neubau abgerissen wird. Bei einem Abschlussfest sollen manche Bilder versteigert werden. Auch beim Osterbasar am 28. März werden die Kunstwerke angeboten.
Weiter stadteinwärts engagierten sich sieben Frauen beim Roten Kreuz. Die Organisation beteiligt sich zum ersten Mal am Freiwilligentag, wie Veronica Biebel vom Roten Kreuz erzählt. Unter dem Motto „Die Welt ist bunt – wir sind es auch“ soll das Bewusstsein für das Schicksal von Asylwerbern geschärft werden. Neben einem Osterbasar und Flohmarkt gab es kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt. Der Landesverband präsentierte zudem das Projekt „FamilienTreffen“, für das Buddys gesucht werden.
Acht Firmen wirkten gestern bei den Projekten im ganzen Land mit. Zehn Firmlinge und 16 Jungscharmitglieder investierten ihre Freizeit für die gute Sache. Für Caritas-Direktor Georg Schärmer tragen die über 150 Helfer „dazu bei, aus Tirol eine GesmbH zu machen – eine Gesellschaft mit begründeter Hoffnung“.
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