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Weltwassertag - Umweltdachverband bemängelt Gewässerschutz

Wien (APA) - Lediglich 37 Prozent aller österreichischen Gewässer befinden sich aktuell in einem guten Zustand - 2027 sollen es laut verbind...

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Wien (APA) - Lediglich 37 Prozent aller österreichischen Gewässer befinden sich aktuell in einem guten Zustand - 2027 sollen es laut verbindlicher EU-Wasserrahmenrichtlinie 100 Prozent sein. „Doch der derzeit an den Tag gelegte Sanierungsfortschritt ist mehr als dürftig“, klagte Franz Maier, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes.

Seit Veröffentlichung des Entwurfs zum 2. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) im Jänner 2015 sei klar: Gewässerschutz wird in Österreich auf die leichte Schulter genommen, schrieb der Umweltdachverband am Freitag in einer Aussendung. Die Anzahl und Dichte der bis dato durchgeführten sowie der bis 2021 geplanten Sanierungsmaßnahmen würde nicht ausreichen, um den Zielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie maßgeblich näher zu kommen.

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„Der Mitteleinsatz zur Umsetzung der Maßnahmen der Wasserrahmenrichtlinie muss zumindest auf 240 Millionen Euro verdoppelt werden“, forderte Manuel Hinterhofer, Geschäftsführer des Österreichischen Fischereiverbandes und Vizepräsident des Umweltdachverbandes.

Von etlichen Wassernutzern - von der E-Wirtschaft bis zum Tourismus - seien Wasser und Gewässer jahrzehntelang gratis gebraucht und verbraucht worden, während die heimischen Flüsse - wie die aktuelle Lage zeige - den Preis dafür bezahlen mussten, fasste der Umweltdachverband seine Kritik zusammen: „Die Devise zum Weltwassertag lautet daher: Dieser Missstand muss durch verursacherbezogene und umweltökonomische Instrumente dringend korrigiert werden. Die beste Gelegenheit dafür bieten die anlaufenden Verhandlungen zur Steuerreform im Parlament.“

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