Zweitwohnsitze: 117 Verfahren anhängig

Tirol will die Freizeitwohnsitze eindämmen, doch Appartements in Hotels werden zu einem immer größeren Pro- blem. In der Wildschönau hagelt es Proteste, weil bei einem Projekt Hotelsuiten an Holländer verkauft werden sollen.

Im Wildschönauer Ortsteil Niederau wird die Residenz „Drachenstein“ geplant, neue Freizeitwohnsitze werden befürchtet. Das Land ist skeptisch.
© Silberberger

Von Peter Nindler

Wildschönau, Innsbruck –Freizeitwohnsitze in Tirol sind begehrt. Neue dürfen jedoch nur noch dann errichtet werden, wenn ihr Anteil in einer Gemeinde acht Prozent nicht übersteigt. In vielen Tourismushochburgen gibt es bereits ein Verbot, weshalb viele Immobilien illegal als Zweitwohnsitz genutzt werden. Denn beim Erwerb müssen die Käufer lediglich erklären, keinen Freizeitwohnsitz zu schaffen. Der Aufwand, eine widerrechtliche Nutzung nachzuweisen, ist außerdem enorm. Trotz einer vermutet hohen Dunkelziffer sind deshalb nach Angaben der Landesregierung lediglich 117 Verwaltungsverfahren wegen illegaler Freizeitwohnsitze in Tirol anhängig. Strafen von bis zu 40.000 Euro drohen.

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