Prozess gegen mutmaßlichen Jihadisten in München

Berlin (APA/dpa) - Vor dem Oberlandesgericht München hat am Donnerstag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Jihadisten begonnen. Er soll sic...

Berlin (APA/dpa) - Vor dem Oberlandesgericht München hat am Donnerstag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Jihadisten begonnen. Er soll sich am islamistischen Terror in Syrien beteiligt haben. Die deutsche Bundesanwaltschaft wirft dem 21-jährigen gebürtigen Münchner vor, sich der Al-Nusra-Front angeschlossen zu haben, dem syrischen Ableger von Al-Kaida.

Der Deutsch-Türke soll im Jahr 2014 in ein syrisches Terrorcamp gereist und dort an Waffen ausgebildet worden sein. Er ist wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland angeklagt, „deren Zwecke und deren Tätigkeit darauf gerichtet sind, Mord oder Totschlag zu begehen“. Ziel der Al-Nusra-Front sei es, „einen Gottesstaat unter Geltung der Sharia zu errichten“.

Die Anklage stützt ihre Vorwürfe unter anderem auf ein Propaganda-Video, in dem zum Jihad aufgerufen wird. Der Angeklagte soll darauf zu sehen sein. Er gab zu Prozessbeginn in der süddeutschen Stadt an, sich zu den Vorwürfen äußern zu wollen.

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