Troppmair geht in die Politpension

Nach 18 Jahren legt der Wattener Bürgermeister sein Amt zurück, ihm wird der 2. Vize-BM Thomas Oberbeirsteiner nachfolgen.

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Von Michael Domanig

Wattens –Im Grunde war die Entscheidung schon länger bekannt gewesen, nun ist es offiziell: Bei einer Gemeindeversammlung am Donnerstagabend hat der Wattener Langzeitbürgermeister Franz Troppmair (VP) erklärt, sein Amt per 30. Juni 2015 – gut acht Monate vor den Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen – zurückzulegen. Die Neuwahlen im Gemeinderat sollen dann binnen 14 Tagen, also bis spätestens Mitte Juli, erfolgen. Als Troppmairs Nachfolger wird die VP, auch das war erwartet worden, den bisherigen 2. Vizebürgermeister Thomas Oberbeirsteiner vorschlagen. GR Christina Möstl, Obfrau des Sozial- und Familienausschusses, wird ihm in seiner Position nachfolgen, Wilhelm Greuter (ebenfalls VP) bleibt 1. Vizebürgermeister. Angesichts der absoluten VP-Mehrheit haben SPÖ und FPÖ bereits angekündigt, im Juli keine Gegenkandidaten aufstellen zu wollen. Im Februar 2016 werden sie dann aber mit eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen gehen.

Troppmair hat rekordverdächtige 41 Jahre im Gemeinderat zugebracht, davon 19 Jahre (1978 bis 1997) als Vizebürgermeister. Seit 1997 ist er Bürgermeister. Auch regional war er in verschiedensten Gremien aktiv, ob im Bezirkskrankenhausverband Hall, im Vorstand des Tiroler Gemeindeverbandes oder als Obmann des Abfallbeseitigungsverbandes Innsbruck-Land.

In seinen 18 Jahren als Bürgermeister habe man im Bemühen um eine „liebens- und lebenswerte Gemeinde viel erreicht“, so Troppmair in einer ersten Kurzbilanz. Neben der kommunalen Infrastruktur habe sich auch das „äußere Erscheinungsbild“ der Marktgemeinde „sehr positiv“ entwickelt, meint Troppmair, der hier etwa den neuen Kirchplatz hervorhebt.

Mit 75 Jahren freue er sich auf einen neuen Lebensabschnitt und mehr Zeit für Familie und Reisen, erklärt Troppmair, er werde „sicher in kein tiefes Loch fallen“.

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