Europas Leitbörsen zur Eröffnung marginal tiefer erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach den heftigen Kursverlusten der vergangenen Handelstage dürften sich die Anleger auch in der neuen Woc...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach den heftigen Kursverlusten der vergangenen Handelstage dürften sich die Anleger auch in der neuen Woche eher skeptisch zeigen. Für den Euro-Stoxx-50 als Leitindex der Eurozone zeichnet sich zu Wochenbeginn eine marginal tiefere Eröffnung ab. Der Future für den Euro-Stoxx-50 deutet ein Minus von 0,08 Prozent auf 3564,00 Einheiten.

Unterdessen stehen im DAX die Zeichen erst einmal mehr auf Erholung. Der X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Morgen ein Plus von 0,26 Prozent auf 11.484 Punkte. In London bleibt die Börse heute aufgrund eines Feiertages geschlossen.

In der durch den Maifeiertag verkürzten Vorwoche hatte der DAX - vor allem belastet durch den gefestigten Euro - insgesamt 3 Prozent nachgegeben. Am Donnerstag hatte er sich aber bereits gefangen. Der Euro war gegenüber dem US-Dollar zuletzt in einem Schwung um 6 Cent auf den höchsten Stand seit Februar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung versucht sich an einer Bodenbildung und fiel zuletzt als Antriebsargument für die Gewinnentwicklung europäischer Exportkonzerne weg.

Neben der um 1,12 US-Dollar etwas stagnierenden Euro-Erholung sorgt auch die Entwicklung der Überseebörsen nun für Auftrieb für den Aktienmarkt. An der Wall Street stieg der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Donnerstag etwas an und auch an den meisten Börsen Asiens ging es nach oben.

Abgesehen vom Eurokurs steht die neue Börsenwoche ganz im Zeichen der Quartalsberichtssaison: An die 50 Unternehmen aus DAX, MDAX, TecDAX und SDAX legen Geschäftszahlen vor. Auch werden Quartalszahlen in Italien von Luxottica und in Frankreich von Sanofi erwartet.

Am Montag bleibt es zunächst aber ruhig. Zudem warten die Anleger gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht für April am Freitag, den sie auf Hinweise auf den Zeitpunkt einer Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank Fed abklopfen werden.

In der Vorwoche ragte die Lufthansa als einziger DAX-Gewinner heraus. Diesen Trend setzten die Papiere der Kranich-Linie vorbörslich als einer der besten Werte fort. Mit einer Bilanz von minus 10 Prozent für das bisherige Jahr bleibt noch genug Aufholpotenzial.

Bester Wert im DAX sind vorbörslich Adidas mit einem Zuwachs von gut eineinhalb Prozent. Herbert Hainer, Chef des Sportartikelkonzerns, signalisierte in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ einen positiven Jahresauftakt. „Adidas und Reebok sind 2015 hervorragend gestartet“, sagte er. Ein Händler wertete diese Äußerungen vor den am Dienstag erwarteten Geschäftszahlen als „bullish“ und entsprechend positiv für die Aktien.

Auch BMW zogen deutlich an. Der Konzern hatte in den USA dank eines Absatzsprungs beim Mini auch im April deutlich zugelegt. Aktien von Daimler und VW folgten mit etwas Abstand. Die Stuttgarter profitierten im vergangenen Monat von der Nachfrage nach C- und M-Klasse, während die Wolfsburger ihren Absatzrückgang in den USA eindämmen konnten.

Optisch schwach waren BASF, Continental, Deutsche Annington, Gerresheimer und Drägerwerk. Ihre Papiere werden zum Wochenauftakt ex Dividende gehandelt.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA047 2015-05-04/08:37


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