Papst Franziskus scherzt über seine Gesundheit

„Ein bisschen alt und krank, aber nicht zu sehr“: Papst Franziskus bat erneut Gläubige, für ihn zu beten.

Papst Franziskus besuchte am Sonntag Ostia.
© EPA/Angelo Carconi

Rom – Der Papst hat bei einem Treffen mit Senioren in einer Pfarrei am Sonntagnachmittag in Ostia bei Rom scherzhaft über seine Gesundheit gesprochen. „Betet für mich, denn ich bin ein bisschen alt und krank, doch nicht zu sehr“, betonte der Heilige Vater.

Immer wieder bittet Franziskus die Gläubigen, für ihn zu beten. Seine Worte lösten jedoch Bedenken über die Gesundheit des 78-Jährigen aus. Aus Vatikan-Kreisen verlautete, dass der Gesundheitszustand Franziskus‘ nicht besorgniserregend sei. „Der Papst war mit Gleichaltrigen zusammen und wollte ihnen seine Nähe signalisieren“, verlautete aus Vatikan-Kreisen nach Angaben der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ am Montag.

Gedanken über den Tod

Papst Franziskus geht laut Eigenangaben davon aus, dass er nicht sehr lange an der Spitze der katholischen Kirche stehen wird. „Ich habe das Gefühl, dass mein Pontifikat kurz sein wird“, teilte der 78-Jährige dem mexikanischen Fernsehsender Televisa in einem Interview mit, das am 13. März zum zweiten Jahrestag der Papstwahl ausgestrahlt wurde. „Vier oder fünf Jahre. Ich weiß nicht. Oder zwei oder drei“, sagte der Papst. „Zwei Jahre sind schon vorüber. Ich habe das etwas vage Gefühl, dass mich der Herr für eine kurze Mission ausgewählt hat.“

Der Papst hatte erstmals im August Gedanken über seinen Tod öffentlich gemacht und auch einen Rücktritt nicht ausgeschlossen. Er glaube, dass ihm nur zwei bis drei Jahre blieben, sagte Franziskus damals. Sollten seine gesundheitlichen Beschwerden überhandnehmen, werde er dem Beispiel seines Vorgängers Benedikt XVI. folgen, der im Februar 2013 aus Altersgründen seinen Rücktritt erklärt hatte. Der Argentinier Jorge Bergoglio war daraufhin am 13. März 2013 zum Nachfolger des deutschen Papstes gewählt worden.

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