Zwei Minuten wähnte sich Ingolstadt in der Eliteliga

Im Spitzenspiel der 2. deutschen Bundesliga wirkten zwei Tiroler auf beiden Seiten mit. Ingolstadt und Nürnberg trennten sich 1:1.

© gepa

Innsbruck – Angekündigt war eine improvisierte Aufstiegsfeier der Schanzer, der Ingolstädter, die Deutschlands zweite Liga sei 26 Runden anführen. Aber die Oberbayern mit dem ehemaligen Wacker-Spieler Lukas Hinterseer (ab Minute 45 im Einsatz) müssen sich nach dem 1:1 (0:0) gegen Nürnberg (mit dem Ötztaler Alessandro Schöpf) gedulden. Und so ganz sicher sein darf sich die von Ralph Hasenhüttl dirigierte Mannschaft angesichts des Restprogramms immer noch nicht. Mit Bochum (auswärts), Red Bull Leipzig (daheim) und Verfolger Kaiserslautern (auswärts) warten drei echte Kaliber.

Am Montag fanden die Ingolstädter, in Hälfte eins noch ohne Lukas Hinterseer, zunächst kein Mittel. Ein anderer Tiroler stand dafür im Mittelpunkt: Denn bei einem Stangentreffer des Ötztalers Alessandro Schöpf hatte der Tabellenführer Glück, nicht in Rückstand geraten zu sein. Sein Freistoß aus 35 Metern segelte an Freund und Feind vorbei. Und der 21-Jährige hatte auch in der Folge so manchen Auftritt, der ihn für die höchste Liga qualifizieren würde. Nicht umsonst haben sich die Münchner Bayern, sein Stammverein, eine Rückkaufoption in seinem Vertrag ausbedungen.

In Hälfte zwei, für die Lukas Hinterseer eingewechselt wurde, überschlugen sich die Ereignisse. Ingolstadt fand immer mehr ins Spiel, eine der zahlreichen Flanken von Pascal Groß versenkte schließlich Javier Pinola per Kopf unbedrängt im eigenen (Nürnberger) Tor (70.). Und der Jubel der Gastgeber brachte nichts als Erleichterung zum Ausdruck, vor 15.000 Zuschauern die Aufstiegskarte nahezu gelöst zu haben.

Doch schon zwei Minuten später platzte der Traum, als ausgerechnet Unglücksrabe Pinola mit einer Flanke den Nürnberger Ausgleich durch Danny Blum einleitete (72./Kopf). Und am Ende ereilte fast noch den Tiroler Lukas Hinterseer das Pinola-Schicksal, als er eine Flanke an den eigenen Pfosten setzte. „Wir wollten heute gewinnen, aber Nürnberg hat Qualität. Mit dem 1:1 können wir leben“, meinte der Tiroler. Ob man Druck verspüre? „Wenn es so weit ist, ist es so weit. Die Situation ist geil!“

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Das Ingolstädter Märchen könnte weitergehen: Seit 7. Oktober 2013, als der Steirer Ralph Hasenhüttl die Schanzer auf dem 18. Tabellenplatz übernahm, strebten die Oberbayern kontinuierlich nach vorne. Hasenhüttl blieb nach dem gestrigen Spiel zurückhaltend: „Wenn wir nächste Woche in Bochum gewinnen, sieht es gut aus.“ (floh)


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