Leitbörsen in Fernost schließen überwiegen fester

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag leicht zugelegt. Nur der Hang Seng Index in Hongkong fiel 9,18 Zähler (minus 0,03 Pr...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag leicht zugelegt. Nur der Hang Seng Index in Hongkong fiel 9,18 Zähler (minus 0,03 Prozent) auf 28.123,82 Einheiten. Der Shanghai Composite hingegen gewann 38,80 Punkte oder 0,87 Prozent auf 4.480,46 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich freundlich. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 27.490,59 Zählern mit einem Plus von 479,28 Punkten oder 1,77 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 42,2 Zähler oder 0,73 Prozent auf 5.815,90 Einheiten. Die Börse in Tokio bleibt aufgrund des Feiertages „Tag des Grünes“ geschlossen. Es ist der Beginn einer Reihe nationaler Feiertage, der sogenannten „Goldenen Woche“.

Die in China veröffentlichten schwachen Konjunkturzahlen haben die Anleger offenbar mit der Hoffnung verbunden, dass die Regierung in Peking schon bald Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft ergreifen wird. Der von der Großbank HSBC und dem Institut Markit erhobene Einkaufsmanager-Index für die Industrie war auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen. Er sank auf 48,9 Punkte von 49,6 im März. Damit entfernte er sich weiter von der 50-Punkte-Marke, ab der das Barometer Wachstum signalisiert und fiel noch schwächer aus als in erster Schätzung angenommen.

Ende der vergangenen Woche hatten auch in Südkorea Umfragen auf eine schwächere Wirtschaftsaktivität schließen lassen. Dort setzen nun steigende Lohnkosten General Motors unter Druck. Der US-Autokonzern wendet sich nun verstärkt Indien zu. Die Werke dort sollten zu weltweiten Fertigungs- und Ausfuhrzentren ausgebaut werden. Es gebe aber keine konkreten Pläne für Werksschließungen.

In Australien stehen die Bedingungen für Ausländer mit Arbeitsvisum in der Kritik. Das Visa-Programm für junge Erwachsene ist in Europa sehr gefragt. Im Branchenvergleich gaben Bankenwerte nach. So verloren die Papiere von Westpac Banking im Zuge einer geplanten Kapitalerhöhung rund 3 Prozent. Am Markt hieß es, die Sorgen nähmen nun wieder zu, dass die größten Kredithäuser in „Down Under“ insgesamt mehr Kapital benötigen könnten, um die strengeren regulatorischen Anforderungen zu erfüllen.

Im Verlauf der Woche wird das Sitzungsprotokoll zur Sitzung der Bank of Japan von 7. und 8. April veröffentlicht. Zudem werden Jahreszahlen in Japan Jahreszahlen von Nintendo und in China von Alibaba erwartet.


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