Exklusiv

Wasserverband in weiter Ferne

Gründung des Gemeindeverbandes für Hochwasserschutz lässt weiter auf sich warten. Landwirte befürchten eine Absiedelungspolitik in den geplanten Retentionsgebieten.

© Wilhelm Maier

Von Wolfgang Otter

Kundl, Radfeld –Unter den Landwirten in Kundl und Radfeld geht ein Schreckgespenst um: Sie fürchten, dass im Zusammenhang mit der Schaffung von Retentionsflächen von der Politik Hof-Absiedelungen aus dem betroffenen Gebiet forciert werden könnten. Kundls Vizebürgermeister Michael Dessl, Sprachrohr der Aktionsgemeinschaft zum Schutz der Wohnhäuser und Höfe im Retentionsgebiet, ist deshalb schwer verärgert: „In Wörgl werden Flächen zubetoniert und wir haben Existenzängste.“ Sein Hof steht wie jener von weiteren 17 Grundbesitzern mitten in jenem 329 Hektar großen Gebiet zwischen Kundl und Radfeld, das im Fall eines hundertjährigen Hochwassers 7,8 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen soll. Laut Regionalstudie Tiroler Unterland sind in Schwaz und Buch weitere drei Millionen und in Thaur 1,2 Millionen Liter vorgesehen.


Kommentieren


Schlagworte