Kritik an Maduro: Abspaltung bei Venezuelas Regierungspartei

Caracas (APA/dpa) - Die parteiinterne Kritik an Staatschef Nicolas Maduro hat zu einer Spaltung der regierenden Sozialisten in Venezuela (PS...

Caracas (APA/dpa) - Die parteiinterne Kritik an Staatschef Nicolas Maduro hat zu einer Spaltung der regierenden Sozialisten in Venezuela (PSUV) geführt. Eine Gruppe mit dem Namen „Marea Socialista“ (Sozialistische Flut) kündigte am Sonntag (Ortszeit) in Caracas an, mit eigenen Kandidaten bei der Parlamentswahl in diesem Jahr antreten zu wollen.

Die Zulassung als Partei seitens der nationalen Wahlbehörde steht aber noch aus. Der genaue Termin für die Wahlen in dem erdölreichen Land ist noch unklar.

Angeführt wird die Gruppe von Jorge Giordani und Hector Navarro, zwei ehemaligen Ministern des 2013 gestorbenen Präsidenten Hugo Chavez. Es ist die erste Abspaltung der 2008 von ihm gegründeten und von seinem Nachfolger Maduro geführten Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV). Die neue Gruppierung wirft Maduro vor, das Erbe von Chavez verraten zu haben. Zudem lasse er keine parteiinterne Kritik zu und unternehme zu wenig gegen die Korruption.

Wegen des niedrigen Ölpreises leidet Venezuela derzeit unter einer schweren Wirtschaftskrise. Auch politisch ist die Lage angespannt. Mehrere prominente Regierungsgegner sitzen in Haft. Maduro wirft der konservativen Opposition vor, gemeinsam mit den USA eine Verschwörung gegen seine Regierung zu planen.


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