Rosenburg: Neo-Intendantin Nina Blum zeigt Woody Allen-Stück

Rosenburg/Wien (APA) - Nina Blum zeigt in ihrer ersten Saison als Intendantin und künstlerische Leiterin der Sommernachtskomödie Rosenburg W...

Rosenburg/Wien (APA) - Nina Blum zeigt in ihrer ersten Saison als Intendantin und künstlerische Leiterin der Sommernachtskomödie Rosenburg Woody Allens „Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie“. Das Stück , basierend auf William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“, verspreche eine Mischung aus „Neuem und Bewährtem“, erläuterte Blum bei einer Pressekonferenz am Montag in Wien. Premiere ist am 3. Juli.

Mit dem neuen Festivalnamen „Sommernachtskomödie“ will die Intendantin an die erfolgreiche Arbeit ihres Vorgängers Alexander Waechter anschließen und gleichzeitig neue Akzente setzen: „Shakespeare war schon a bissl ausgelutscht.“ Ihr Konzept sei nun, Komödien der Weltliteratur auf der Rosenburg zu spielen. Weiterhin fixer Bestandteil des zum Theaterfest Niederösterreich zählenden Festivals ist das wettersichere Rundbühnen-Zelt.

Das Stück spielt im Jahr 1905: „Wir haben es aber kostümtechnisch in den 1920er-Jahren angesiedelt“, sagte Blum. Es gehe um unerfüllte Sehnsüchte und die Fantasie, dass Partner von anderen die Besseren seien als der eigene, was zu einer totalen Verwirrung führe. Letztlich scheine ein Happy End in Sicht, verriet die Intendantin. Für die Inszenierung und das Bühnenbild gewann sie den auf Komödien spezialisierten Marcus Ganser. Das Duo Bartolomey & Bittmann zeichnet für die Musik verantwortlich. Das Schauspielensemble setzt sich u.a. aus Oliver Baier (Andrew), Ildiko Babos (Adrian), Eva Herzig (Ariel), Johannes Seilern (Leopold), Glenna Weber (Dulcy) und Daniel Doujenis (Maxwell) zusammen.

Blum selbst will sich in ihrem ersten Jahr auf die Rolle der Intendantin konzentrieren, zumal sie auch künstlerische Leiterin des Märchensommers auf Schloss Poysbrunn ist, wo heuer das Zehn-Jahr-Jubiläum gefeiert wird. „Ich kann mir aber gut vorstellen, im nächsten Jahr auf der Rosenburg zu spielen“, meinte sie. Überlegungen, welches Stück sie dann dort 2016 auf die Bühne bringen wird, gebe es bereits: Es stamme „von Oscar Wilde“, aber noch sei nichts fix, betonte sie.

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Regisseur Ganser sprach von einer „sehr großen Herausforderung“, sei das Woody Allen-Stück doch für eine „Guckkastenbühne“ geschrieben worden. Ein überdimensionaler teilbarer Hügel inmitten des Zelts soll dem gerecht werden und eine Landschaft schaffen: Egal wo man als Besucher sitze, man werde von überall eine andere Perspektive haben, wodurch es sich lohne, mehrmals auf die Rosenburg zu kommen, betonte er.

(S E R V I C E - Woody Allens „Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie“ auf der Rosenburg, Vorstellungen 3. Juli bis 9. August, Tickets und Information: Tel. 0664 / 163 05 43, mailto:karten@sommernachtskomoedie.at und www.sommernachtskomoedie-rosenburg.at )


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