Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag in Damaskus

Nach dem Anschlag in der syrischen Hauptstadt rigelte die Polizei alle großen Straßen in einem Bezirk nahe der Regierungsbehörden ab.

Damaskus – Bei einem Selbstmordanschlag im Zentrum der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Montag mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Das staatliche Fernsehen berichtete unter Berufung auf die Armee, die Sicherheitskräfte hätten nach dem Anschlag bei der Verfolgung einer „terroristischen Gruppe“ im Stadtbezirk Rukn al-Din alle Mitglieder dieser Gruppe getötet.

In Armeekreisen hieß es, an dem Angriff seien fünf Personen beteiligt gewesen. Alle seien tot oder festgenommen worden. Zudem sei eine weitere Person bei dem Anschlag umgekommen. Die Armee wies aber die Darstellung der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsgruppe für Menschenrechte zurück, wonach ein ranghoher Logistikoffizier verletzt wurde.

Die Armee riegelte nach Berichten von Bewohnern alle großen Straßen in dem Stadtbezirk ab, der in unmittelbarer Nähe zu Regierungsbehörden und Botschaften liegt. In dem Viertel wohnen auch viele syrische Kurden.

In dem seit vier Jahren andauernden Bürgerkrieg hat es mehrfach Bombenanschläge in der Hauptstadt gegeben, aber nur selten Selbstmordattentate. Allerdings wurden bei einem Selbstmordanschlag im Jahr 2012 mehrere Personen aus dem engeren Umfeld von Präsident Bashar al-Assad getötet. (APA/Reuters)

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