Europas Leitbörsen drehen zu Mittag ins Plus

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Montag am frühen Nachmittag mit freundlicher Tendenz präsentiert. Sie ...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Montag am frühen Nachmittag mit freundlicher Tendenz präsentiert. Sie drehten am Vormittag in den grünen Bereich, nachdem sie mit Verlusten in die Handelswoche gestartet waren. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 gewann 31,66 Einheiten oder 0,88 Prozent auf 3.647,25 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.35 Uhr mit 11.610,01 Punkten und einem Plus von 155,63 Einheiten oder 1,36 Prozent. In London bleibt die Börse aufgrund eines Feiertages geschlossen.

Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im April etwas weniger stark eintrübt als erwartet. Der Einkaufsmanagerindex, eine Unternehmensumfrage, fiel um 0,2 Punkte auf 52,0 Zähler zurück. In einer ersten Schätzung war ein Rückgang auf 51,9 Punkte ermittelt worden. Bankvolkswirte hatten eine Bestätigung dieses Wertes erwartet.

Unterdessen wird die konjunkturelle Situation im Euroraum von Investoren stabil bewertet. Der vom Forschungsinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator fiel im Mai zwar leicht um 0,4 Punkte auf 19,6 Zähler zurück. Das sei aber als Signal für einen stabilen Aufschwung im Währungsraum zu werten, kommentierten Sentix-Analysten.

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Außerdem lagen die Arbeitskosten in der europäischen Privatwirtschaft im vergangenen im EU-Schnitt bei 24,40 Euro je Stunde. Am teuersten war Arbeit in Dänemark mit 42,00 Euro je Stunde, gefolgt von Belgien und Schweden. Am billigsten war es in Bulgarien (3,80 Euro). Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den Lohnnebenkosten zusammen.

Bei den Einzelwerten legten die Anteilsscheine von Metro 0,92 Prozent auf 23,52 Euro zu. Der deutsche Handelskonzern setzt im Großhandel in Deutschland künftig nur noch auf eine Marke. Die 51 konzerneigenen Schaper-Großhandelsmärkte werden deshalb bis Ende nächsten Jahres auf die Marke Metro umgestellt.

Ebenfalls mit Aufschlägen von 0,66 Prozent notierten die Audi-Aktien. Die VW-Tochter peilt trotz konjunktureller Unsicherheiten und wachsenden Wettbewerbsdrucks in diesem Jahr weiter einen Absatzrekord an. 2014 hatte Audi 1,74 Mio. Fahrzeuge verkauft. Die Aktie des Mutterkonzerns Volkswagen notierte mit einem Minus von 0,31 Prozent.

Deutliche Gewinne von 2,50 Prozent konnten die Bilfinger-Titel verbuchen. Der Bau- und Dienstleistungskonzern hat in den Niederlanden zwei Rahmenverträge mit seinem Großkunden Shell verlängert. Das Gesamtvolumen belaufe sich auf mehr als 150 Millionen Euro. Die Shell-Papiere notierten vor den heutigen Feiertag in London bei 28,825 Euro.

Anstehende Geschäftsberichte im Verlauf der Woche zeichnen schon heute deutliche Tendenzen ab. So stiegen die Anteilsscheine von Lanxess satte 2,64 Prozent. Beim Spezialchemiekonzern dürften sich im ersten Quartal positive Währungseffekte angesichts der Euro-Schwäche und der anhaltende Preisdruck bei Kautschukprodukten gegenseitig aufgehoben haben. Der Umsatz dürfte vor diesem Hintergrund nur leicht sinken, während sich der operative Gewinn (Ebitda vor Sonderposten) verbessert haben sollte.

Florierende Geschäfte in Nordamerika und Asien haben bei HeidelbergCement Experten zufolge im Auftaktquartal 2015 für kräftige Zuwächse gesorgt. Anleger zeigten sich interessiert und die Titel des Baustoffkonzerns stiegen deutlich um 2,82 Prozent.

Im Zuge der optimistischen Stimmung haben auch die Allianz-Titel um 1,54 Prozent zugelegt. Obwohl der Sturm „Niklas“ und der Absturz der Germanwings-Maschine Europas größtem Versicherer im ersten Quartal voraussichtlich einen leichten Gewinnrückgang eingebrockt haben.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA301 2015-05-04/13:55


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