„profil“-Artikel zu Mail-Drohung - Täter zurechnungsunfähig

Wien (APA) - Ob eine Drohung persönlich oder per Mail ausgestoßen wird, macht laut der Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien vor dem Gesetz...

Wien (APA) - Ob eine Drohung persönlich oder per Mail ausgestoßen wird, macht laut der Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien vor dem Gesetz keinen Unterschied. In dem vom Nachrichtenmagazin „profil“ aufgezeigten Fall, bei dem eine Frau offenbar gestalkt und bedroht wurde, sei der Täter jedoch zurechnungsunfähig, sagte Nina Bussek auf Anfrage der APA.

Laut „profil“ wurde die Frau mit einer Mail mit dem Betreff „hammermord“ bedroht, das Verfahren jedoch eingestellt, da das Mail nicht als Morddrohung gewertet wurde. Aufgrund der Zurechnungsunfähigkeit wäre der Maßnahmenvollzug die einzige (Sanktions-)Möglichkeit, die jedoch nur sehr restriktiv gesetzt werde.

Zudem brauche eine Anlasstat, die mit mehr als einem Jahr Haft geahndet wird. Dies sei bei der gefährlichen Drohung nicht der Fall, da hier der Strafrahmen nur bis zu einem Jahr reicht, erläuterte Bussek. Jeder Einzelfall sei strikt zu prüfen, und hier habe es keine entsprechende Qualifizierung als Morddrohung gegeben.


Kommentieren