Islamfeindliche AFDI sorgt regelmäßig mit Provokationen für Aufsehen

Washington (APA/AFP) - Die Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen, die am Sonntag im US-Staat Texas von zwei bewaffneten Männern angegriffen w...

Washington (APA/AFP) - Die Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen, die am Sonntag im US-Staat Texas von zwei bewaffneten Männern angegriffen wurde, war von der Amerikanischen Initiative zur Verteidigung der Freiheit (AFDI) organisiert worden. Die Gruppe, die für islamfeindliche Provokationen bekannt ist, hatte 10.000 Dollar (8.916,63 Euro) als Preis bei dem Karikaturenwettbewerb ausgelobt.

Offiziell ging es bei der Veranstaltung, an der auch der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders teilnahm, nur um Meinungsfreiheit - gegen Muslime richtete sie sich angeblich nicht.

Das Southern Poverty Law Center, das rechtsradikale Gruppen in den USA beobachtet, stuft die AFDI allerdings als „aktive anti-muslimische Gruppe“ ein. AFDI-Mitbegründerin Pamela Geller geht es ähnlich wie der Pegida-Bewegung in Deutschland nach eigener Aussage darum, eine „Islamisierung“ der USA zu verhindern. Ihre Aktionen richteten sich aber nicht gegen alle Muslime, sondern nur gegen gewalttätige Radikale.

2012 sorgte die AFDI mit einer anti-islamischen Plakataktion für Aufsehen. „In jedem Krieg zwischen dem Zivilisierten und dem Wilden, unterstütze den Zivilisierten“, stand auf Plakaten, die unter anderem in der New Yorker U-Bahn hingen. Zuletzt sorgte die AFDI im September für Empörung, als sie für eine weitere Plakatkampagne ein Foto des von Jihadisten ermordeten US-Reporters James Foley nutzte. Das Bild zeigte die kniende Geisel nur Momente vor ihrer Enthauptung. Nach Protesten von Foleys Familie zog die AFDI das Bild zurück.


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