Ehemaliger US-Präsident Bill Clinton verteidigt Familienstiftung

Washington (APA/dpa) - Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat die umstrittene Spendenpraxis seiner Familienstiftung verteidigt. Die Spe...

Washington (APA/dpa) - Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat die umstrittene Spendenpraxis seiner Familienstiftung verteidigt. Die Spenden in Millionenhöhe von ausländischen Regierungen hätten keinen Einfluss auf die US-Politik gehabt, sagte Clinton dem TV-Sender NBC am Montag.

Zuletzt hatten sich die Clintons nach mehrfacher Kritik allerdings bereit erklärt, nur noch Spenden von sechs westlichen Geberländern anzunehmen. Damit sollen Zweifel an der Unabhängigkeit der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ausgeräumt werden. Dieser Schritt sei aber keineswegs ein Eingeständnis vergangener Fehler, sagte Bill Clinton gegenüber NBC.

Die Spenden während Hillary Clintons Zeit als Außenministerin (2009-2013) kamen unter anderem von Regierungen, die diplomatisch, militärisch und finanziell komplizierte Beziehungen mit den USA haben, darunter Kuwait, Katar und Oman. Unter den Geberländern war auch Saudi-Arabien, wo Frauen vom Staat massiv diskriminiert werden. Auch eine kanadische Regierungsbehörde war darunter, die sich für den Bau der umstrittenen Keystone-XL-Pipeline einsetzt, die Öl von Kanada quer durch die USA an den Golf von Mexiko transportieren soll. Seit 2001 kamen aus dem globalen Netzwerk fast zwei Milliarden Dollar (1,8 Mrd. Euro) Spenden zusammen, die für Entwicklungshilfe genutzt werden.

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