Französische Gemeinde muss Monument für Johannes Paul II. entfernen

Rennes/Vatikanstadt (APA/AFP) - Eine französische Gemeinde muss ein zu Ehren des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. errichtetes Denkmal ...

Rennes/Vatikanstadt (APA/AFP) - Eine französische Gemeinde muss ein zu Ehren des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. errichtetes Denkmal entfernen, weil es in den Augen von Richtern gegen den Grundsatz der Trennung von Kirche und Staat verstößt. Das Verwaltungsgericht der bretonischen Stadt Rennes gab der Gemeinde Ploermel sechs Monate Zeit, das auf einem öffentlich Platz errichtete Monument abzubauen.

Die Richter stießen sich laut dem Urteilsspruch, den die Nachrichtenagentur AFP am Montag einsehen konnte, weniger an der Statue von Papst Johannes Paul II. selbst. Sie kritisierten vielmehr einen Bogen um die Statue, auf dem ein Kreuz thront, das dem Monument eine Höhe von acht Metern verleiht.

Durch seine „Anordnung und Dimension“ habe das Monument einen „demonstrativen Charakter“ als christliches Symbol. Das auf dem nach dem Papst benannten Platz stehende Denkmal verstoße somit gegen den in der französischen Verfassung verankerten Grundsatz des Laizismus.

Das Denkmal war 2006 in Ploermel errichtet worden, im Jahr nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. Über das Werk eines russischen Künstlers gab es immer wieder Streit. Schon Anfang 2010 erklärte das Verwaltungsgericht von Rennes eine staatliche Subvention für das Denkmal in Höhe von 4.500 Euro für unrechtmäßig.


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