Offenbar eine Person in Gletscherspalte 2 - Vermutlich Fehlalarm

Neukirchen am Großvenediger (APA) - Bisher sind bei der Unfallstelle in Salzburg keine Verletzten gefunden worden. „Wahrscheinlich handelt e...

Neukirchen am Großvenediger (APA) - Bisher sind bei der Unfallstelle in Salzburg keine Verletzten gefunden worden. „Wahrscheinlich handelt es sich um eine Fehlmeldung“, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Salzburg auf Anfrage der APA. „Das ganze Gebiet wird noch von einem Polizeihubschrauber abgeflogen.“

Die Bergretter hatten sich zwar schon zur vermuteten Unfallstelle aufgemacht, ihr Einsatz ist laut einer Sprecherin der Bergrettung aber bereits abgebrochen worden. Eine Mitarbeiterin der Kürsingerhütte habe die Rettungskräfte alarmiert. Ihren Angaben zufolge seien vermutlich mehrere Leute in eine Gletscherspalte nahe des Gletschersees gestürzt. Allerdings sollen diese Personen dann wieder auf der Hütte gesehen worden sein. Die Informationen seien jedenfalls widersprüchlich gewesen, hieß es. „Verletzt wurde niemand“, erklärte die Bergretterin.

Nicht weit von der vermuteten Unglücksstelle entfernt soll allerdings eine mächtige Lawine vom „Großen Geiger“ (3.360m) abgegangen sein. Es lagen aber keine Angaben über Verschüttete oder Verletzte vor.

Bereits gestern, Sonntag, wies die Lawinenwarnzentrale der ZG in einer Warnmittelung an die Lawinenwarnkommissionen von hochgelegenen Einzugsgebieten auf die zunehmende Lawinengefahr in den Hohen Tauern hin. Aufgrund der starken Erwärmung - auf 3.000 Meter Seehöhe habe es geregnet, es könne plus zehn Grad haben, auf 2.000 Meter plus 16 Grad - nehme die spontane Lawinenaktivität vor allem am Dienstag zwischen 2.500 und 3.500 Meter Seehöhe deutlich zu. „Wegen des schlechten Schneedeckenaufbaus werden zahlreiche Lawinen bodennah brechen, zahlreiche mittelgroße (zerstören Autos) und einige große Lawinen (können Haus zerstören bzw. erreichen Talboden) sind zu erwarten. Die größten Schneerücklagen gibt es ostseitig und schattseitig - der Nordsektor reagiert auf den Wärmeimpuls am sensibelsten, weil dort der Aufbau heuer dermaßen schlecht ist.“ Auf Touren in dieser Höhe sollte in den kommenden warmen Tage verzichtet werden, lautete der Rat der Bergrettung.

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