Tote und Vermisste nach Taliban-Angriff im Nordosten Afghanistans

Kabul (APA/dpa/Reuters) - Bei einem Taliban-Angriff in der nordostafghanischen Provinz Badakhshan sind mindestens 18 Angehörige der afghanis...

Kabul (APA/dpa/Reuters) - Bei einem Taliban-Angriff in der nordostafghanischen Provinz Badakhshan sind mindestens 18 Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte getötet und 15 weitere verletzt worden. Insgesamt 21 Soldaten und Polizisten würden seit dem Angriff auf eine Basis der Sicherheitskräfte in der Nacht zuvor im Unruhedistrikt Wurduj vermisst, hieß es am Montag aus der Provinzregierung.

Die Aufständischen hätten insgesamt 18 gepanzerte sowie ungepanzerte Fahrzeuge und 40 Waffen erbeutet. Angaben über Opfer unter den Taliban, die sich zu dem Angriff bekannten, lagen zunächst nicht vor.

Ein Selbstmordattentäter riss am Montag in der Hauptstadt Kabul mindestens einen Menschen mit in den Tod, wie das Innenministerium mitteilte. 15 Menschen seien verletzt worden. Der Attentäter habe sich neben einem Bus mit Mitarbeitern der Generalstaatsanwaltschaft in die Luft gesprengt. Die Taliban sprachen von einem Angriff gegen „skrupellose Mitarbeiter des Büros des Generalstaatsanwalts“.

Bei einem Luftangriff in der ostafghanischen Provinz Nangarhar wurden nach Angaben der Polizei mindestens zwölf Aufständische getötet. Sie seien in einem Auto und auf zwei Motorrädern unterwegs gewesen, als die Fahrzeuge am Sonntagabend aus der Luft beschossen worden seien, hieß es seitens der Polizei. Es sei unklar, ob der Angriff von afghanischen Kampfhubschraubern oder von Flugzeugen der ausländischen Truppen ausgeführt worden sei.

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Informelle Gespräche zwischen den Taliban und Vertretern Afghanistans am Wochenende in Katar blieben unterdessen ohne Erfolg. Dabei hätten Abgesandte der Regierung eine Einstellung der Kämpfe und die Ausrufung einer Waffenruhe gefordert, sagte ein Taliban-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Die Taliban würden die Kämpfe aber nicht einstellen, solange noch ausländische Truppen im Land seien.


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