Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat die schwache Vorwoche mit einem kräftigen Anstieg fast wieder wettgemacht. Kaufargumente erhie...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat die schwache Vorwoche mit einem kräftigen Anstieg fast wieder wettgemacht. Kaufargumente erhielten die Anleger am Montag vom wieder schwächelnden Euro, etwas besseren Wirtschaftsdaten und guten Vorlagen von den Überseebörsen.

Der deutsche Leitindex gewann 1,44 Prozent auf 11.619,85 Punkte. Für den Index der mittelgroßen Werte MDAX ging es zu Wochenbeginn um 1,10 Prozent auf 20.540,95 Punkte nach oben und der TecDAX kletterte um 1,95 Prozent auf 1.637,17 Punkte.

In der feiertagsbedingt verkürzten Vorwoche war der DAX noch 3 Prozent abgerutscht. Vor allem der zwischenzeitlich wieder gefestigte Euro hatte eine Schneise in den bis dato herrschenden Aufwärtstrend des Leitindex geschlagen. Die Gemeinschaftswährung war gegenüber dem US-Dollar in einem Schwung um 6 Cent auf den höchsten Stand seit Februar gestiegen. Das Argument für die Gewinnentwicklung europäischer Exportkonzerne verlor damit an Durchschlagskraft. Ein schwacher Euro macht Waren für ausländische Kunden billiger. Nun stagnierte der Euro aber unterhalb der Marke von 1,12 US-Dollar.

Analyst Andreas Paciorek vom Handelshaus CMC Markets sah den deutschen Aktienmarkt nun sowohl von dem freundlichen Wochenstart an der Wall Street als auch von positiven Konjunkturnachrichten angetrieben. So hatte sich die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone im April etwas weniger als befürchtet eingetrübt. Zudem habe der DAX von der Hoffnung auf weitere staatliche Konjunkturhilfen in China profitiert.

Angeführt wurde der DAX von Infineon: Die Titel des Halbleiterherstellers erholten sich nach einem Abschlag von rund 7,5 Prozent in der Vorwoche nun um 4,16 Prozent auf 11,02 Euro. Mit etwas Abstand folgten die Papiere des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S nach positiven Signalen rund um den Kalipreis.

Auch Adidas-Aktien gehörten mit einem Zuwachs von rund 3 Prozent zu den Favoriten. Herbert Hainer, Chef des Sportartikelkonzerns, hatte in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ einen positiven Jahresauftakt signalisiert. „Adidas und Reebok sind 2015 hervorragend gestartet“, sagte er.

Gestützt durch einen positiven Analystenkommentar lagen auch Conti-Papiere leicht im Plus, obwohl der Autozulieferer und Reifenhersteller am Morgen seine Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgeschüttet hatte. Die Experten der Investmentbank HSBC bleiben kurzfristig zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung und sehen nun wieder Potenzial für die Aktie.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,28 auf 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,14 Prozent auf 139,66 Punkte. Für den Bund-Future ging es um 0,82 Prozent auf 155,67 Punkte nach unten. Der Euro fiel zurück: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1152 (Donnerstag: 1,1215) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8967 (0,8917) Euro.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA488 2015-05-04/18:25


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