Verdacht des Mordversuchs: Leipziger Geiger muss in USA bleiben

Leipzig/New York (APA/dpa) - Einem seit Wochen in den USA unter dem Verdacht des Mordversuchs festgehaltenen Geiger aus Leipzig bleibt die R...

Leipzig/New York (APA/dpa) - Einem seit Wochen in den USA unter dem Verdacht des Mordversuchs festgehaltenen Geiger aus Leipzig bleibt die Rückkehr nach Deutschland verwehrt. Ein Antrag auf Ausreiseerlaubnis sei bei einer Anhörung in New York am Montag abgelehnt worden, sagte sein Anwalt Nicholas Kaizer der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir sind sehr enttäuscht davon und werden die Entscheidung anfechten“, so Kaizer. Einen Termin für eine diesbezügliche Anhörung gebe es noch nicht. Der nächste Gerichtstermin sei derzeit für Juni angesetzt.

Der 42-jährige Geiger Stefan Arzberger des Leipziger Streichquartetts war Ende März in New York festgenommen worden, wo er mit seinem Ensemble Station gemacht hatte. Laut Medienberichten wird ihm vorgeworfen, eine Amerikanerin fast zu Tode gewürgt zu haben.

Seinem Anwalt zufolge war er von einer Unbekannten unter Drogen gesetzt und ausgeraubt worden und habe dann „in einem unbewussten Zustand“ einen anderen Hotelgast angegriffen. Nach 30 Stunden im Gefängnis kam er auf freien Fuß - gegen 100.000 Dollar (89.166,30 Euro) Kaution. Sein Pass sei eingezogen worden, sagte Arzberger. „Es tut mir leid, was ich jener Frau angetan haben soll. Ich kann nur sagen, dass ich keinerlei Erinnerungen an den Hergang habe.“

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