Panama hält an umstrittenem Staudamm-Projekt fest

Panama-Stadt (APA/dpa) - Trotz heftiger Kritik von Umweltschutzverbänden und Indios will Panamas Regierung das umstrittene Wasserkraftwerk „...

Panama-Stadt (APA/dpa) - Trotz heftiger Kritik von Umweltschutzverbänden und Indios will Panamas Regierung das umstrittene Wasserkraftwerk „Barro Blanco“ im Westen des Landes weiterbauen lassen. Allerdings werde geprüft, ob für die weiteren Arbeiten eine andere Firma beauftragt werden könnte, sagte Außenministerin Isabel Saint Malo am Montag.

Wegen Verstößen gegen das Umweltrecht waren die Bauarbeiten im Februar vorerst gestoppt worden. Das Kraftwerk ist bereits zu 95 Prozent fertiggestellt.

Die Indios vom Stamm der Ngöbe-Buglé kritisieren, dass der Staudamm von Flüssen gespeist wird, die durch ihr Land fließen. In den vergangenen Jahren kam es an der Baustelle immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Indios und der Polizei. „Barro Blanco“ soll die Bergbauunternehmen der Region mit Energie versorgen. Das Projekt wird unter anderem von der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) finanziert.

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