Budapest und Teheran wurden Partnerstädte

Teheran/Budapest (APA) - Budapest und Teheran sind Partnerstädte geworden. Ein entsprechendes Abkommen wurde am Montag von den Bürgermeister...

Teheran/Budapest (APA) - Budapest und Teheran sind Partnerstädte geworden. Ein entsprechendes Abkommen wurde am Montag von den Bürgermeistern der Hauptstädte Ungarns und des Iran, Istvan Tarlos und Mohammad Baqer Qalibaf (Ghalibaf), unterzeichnet, berichtete die amtliche iranische Nachrichtenagentur IRNA.

Laut „Hungary Today“ wird in dem Abkommen betont, dass der Ausbau der Beziehungen zwischen Ungarn und dem Iran in den Bereichen Politik, Wirtschaft und zwischenmenschliche Kontakte im Interesse beider Seiten sei.

Tarlos, der der rechtskonservativen FIDESZ-Partei von Premier Viktor Orban angehört, hat den Angaben zufolge einen Vorschlag der Sozialisten abgelehnt, eine Passage über die Gleichberechtigung von Frauen - als Zeichen der Solidarität mit den Iranerinnen - in das Dokument aufzunehmen.

Budapest hat Städte-Partnerschaftsabkommen bereits mit Ankara, Tel Aviv, Zagreb, Peking, Frankfurt am Main, Lissabon und Fort Worth geschlossen.

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Der seit 2010 amtierende Budapester Bürgermeister Tarlos ist nicht unumstritten. Er geriet wegen der Ernennung des Rechtsextremisten György Dörners zum Intendanten des „Neuen Theaters“ in die Kritik. Auch sein Plan, eine Straße nach der antisemitischen Schriftstellerin Cécile Tormay zu benennen, sorgte für Proteste.

Qalibaf, ein früherer Kommandant der Revolutionsgarden, wurde 2005 zum Oberbürgermeister Teherans gewählt. Er wurde damit Nachfolger von Ex-Präsident Mahmoud Ahmadinejad in diesem Amt. Qalibaf, der sich in Teheran vor allem für die Verbesserung der Infrastruktur einsetzt, wird von Menschenrechtsgruppen vorgeworfen, an der Niederschlagung von Studentenprotesten 1999 mitgewirkt zu haben.


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