Ban verurteilt Angriff auf Veranstaltung in Texas

Washington (APA/AFP) - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den Angriff auf eine Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen im texanischen Garland v...

Washington (APA/AFP) - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat den Angriff auf eine Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen im texanischen Garland verurteilt. Derartige Taten „haben nicht mit Religion oder Glauben zu tun“, sagte Bans Sprecher Stéphane Dujarric am Montag. „Man muss Vorstellungen durch demokratischen Dialog und Debatte verteidigen, Gewalt ist niemals gerechtfertigt“, ließ Ban weiter erklären.

US-Heimatschutzminister Jeh Johnson rief die Öffentlichkeit derweil auf, ihre Wut und ihre Verdächtigungen nicht gegen irgendjemand nur wegen seines Glaubens zu richten“. Zum Stand der Ermittlungen äußerte er sich nicht.

Mutmaßliche Islamisten hatten in Garland, einem Vorort von Dallas, eine Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen angegriffen. Nachdem sie vor dem Veranstaltungszentrum das Feuer eröffneten und einen Wachmann verletzten, wurden die Angreifer von einem Polizisten erschossen. Der verletzte Wachmann konnte das Krankenhaus bereits am Sonntag verlassen.

Die Ausstellung in Garland war von der islamfeindlichen Amerikanischen Initiative zur Verteidigung der Freiheit (AFDI) organisiert worden, an ihr nahm auch der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders teil.

Der Chefredakteur von „Charlie Hebdo“, Gérard Biard, wandte sich am Montag dagegen, Parallelen zwischen der Tat in Texas und dem islamistischen Angriff auf die französische Satirezeitung zu ziehen, bei der im Jänner zwölf Menschen getötet worden waren. „Wir organisieren keinen Wettbewerb. Wir machen nur unsere Arbeit“, sagte Biard am Montag in der US-Nachrichtensendung „Charlie Rose“. „Charlie Hebdo“ kommentiere lediglich die Nachrichtenlage und wenn der islamische Prophet dort eine Rolle spiele, werde er gezeichnet. „Wir kämpfen gegen Rassismus. Und wir haben nichts mit diesen Leuten zu tun“, fügte Biard mit Blick auf die AFDI hinzu.


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