Abstiegs-Duell gegen Frankreich zählt für ÖEHV-Team doppelt

Mit zwei Punkten nach den Partien gegen die Schweiz und Schweden steht die ÖEHV-Auswahl besser da als erwartet. Das heutige WM-Match gegen Frankreich (20.15 Uhr/ORF Sport Plus) ist dennoch richtungsweisend.

ÖEHV-Teamchef Daniel Ratushny wird die Seinigen mit viel Zweckoptimismus auf die heutige Schlüsselpartie gegen Frankreich einstimmen.
© Gepa

Prag – Der Auftakt gegen die Schweiz (4:3 nach Penaltyschießen) war sensationell, die 1:6-Pleite gegen Schweden kaum zu vermeiden – wie stark die junge ÖEHV-Truppe tatsächlich ist, wird sich nicht zuletzt heute gegen Frankreich zeigen. Eine Partie zweier Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegnen. Ein Spiel, das im Hinblick auf den Klassenerhalt vorentscheidenden Charakter hat. Zumindest für Österreich, das sich mit einem Erfolg in der regulären Spielzeit bereits um fünf Zähler von den bislang punktelosen Franzosen absetzen würde. Bei einer Niederlage freilich wäre wieder alles offen und würde wohl die Deutschland-Partie zum nächsten Schlüsselspiel.

Gedankenspiele, welche die ÖEHV-Truppe von sich weist. Der Fokus ist ausschließlich auf Frankreich gerichtet. Eine Truppe, die sich für Österreichs Teamchef Daniel Ratushny bisher „ein bisschen unvorhersehbar“ gezeigt hat, also manchmal aggressiv, manchmal abwartend. Entscheidend, so Ratushny, sei vielmehr, dass sein Team die eigene Strategie umsetze. „Wir wollen organisiert spielen, mit Druck und Tempo.“ Worte, die auch von seinem Gegenüber Dave Henderson stammen könnten. Konkret sagte der Frankreich-Teamchef: „Es wird ein hartes Spiel, ein Kampf wie immer gegen Österreich.“

Eishockey-WM in Prag, Dienstagsspiele

Gruppe A

Schweiz - Deutschland 16.15 Uhr

Österreich - Frankreich 20.15 Uhr (live ORF Sport+)

Gruppe B

Dänemark - Weißrussland 16.15 Uhr

Slowakei - Slowenien 20.15 Uhr

Die jüngere Vergangenheit spricht für die „Grande Nation“. Seit 2008 hält sich Frankreich unter den besten 16 Mannschaften und stand im Vorjahr im Viertelfinale. Nach zwei 1:2-Niederlagen gegen Deutschland und die Schweiz stehen die Franzosen aber unter Zugzwang. Für Antonin Manavian, 2012

2013 glückloser Verteidiger beim HC Innsbruck, waren die zahlreichen Unterzahl-Situationen die Wurzel des Übels. „Wir müssen disziplinierter werden. Es darf nicht sein, dass wir das halbe Match vier gegen fünf spielen.“

TT-ePaper gratis testen und 20 x € 100,- Einkaufsgutscheine gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch

Für allgemeine Verwirrung hatte zuletzt der Abstiegs-Modus gesorgt. „Overall bottom ranked two teams“ hieß es seitens des Weltverbandes IIHF – und wurde nicht zuletzt von Österreich so ausgelegt, dass aus einer Gesamttabelle der Gruppen A und B die zwei punkteschlechtesten Teams absteigen. In einer IIHF-Direktoriumssitzung wurde nun klargestellt, dass die beiden Gruppenletzten durch die Aufsteiger Kasachstan und Ungarn ersetzt werden. Bleibt zu hoffen, dass sich Österreich damit nicht beschäftigen muss. (m. i., APA)


Kommentieren


Schlagworte