Tiwag zählt in Kirchbichl Fische

Mit Ultraschallsensoren oberhalb des Krafthauses wird der Fischbestand ermittelt.

© Mühlanger

Von Michael Mader

Kirchbichl –Während die Bauarbeiten für die Fischwanderhilfe beim Kraftwerk Kufstein-Langkampfen nahezu abgeschlossen sind, steht die Tiwag beim Kraftwerk Kirchbichl noch am Anfang. Rund 100 Millionen Euro werden dort im Zuge einer groß angelegten Sanierungsoffensive in das mehr als 70 Jahre alte Innkraftwerk gesteckt. Durch die Aufweitung des Triebwasserweges und den Bau einer Hochwasserentlastung kann das Krafthaus um eine Turbine erweitert werden und um ein Drittel mehr Strom erzeugen: insgesamt 176 Gigawattstunden im Jahr.

Die Maßnahmen beinhalten auch eine von der EU vorgeschriebene Herstellung der Fischpassierbarkeit und die Abgabe einer Restwassermenge zur Vernetzung der Lebensräume.

In Kirchbichl wird dazu die Anzahl der Fische ermittelt, die tatsächlich in diesen oberhalb des Krafthauses gelegenen Teil des Triebwasserweges gelangen. Dazu wurde eine Fischzählhilfe installiert, die mit Ultraschallsensoren ausgestattet ist und aus mehreren kleinen „Schiffen“ besteht.

„Die Forschungen gehen von der Tiwag aus und dienen dazu, mehr Wissen über den Fischbestand in den Stauhaltungen zu bekommen. Nachdem die Tiwag viel Geld investiert, um die Fischdurchgängigkeit am Inn herzustellen, ist es in unserem Interesse sicherzustellen, dass die Maßnahmen die entsprechende Wirkung entfalten und das Geld gut investiert ist“, heißt es dazu seitens der Tiwag.


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