Jugendliche stehen EU-Mitgliedschaft positiv gegenüber

Wien (APA) - Österreichs Jugend steht der EU-Mitgliedschaft mehrheitlich positiv gegenüber, hat allerdings wenig Interesse an europapolitisc...

Wien (APA) - Österreichs Jugend steht der EU-Mitgliedschaft mehrheitlich positiv gegenüber, hat allerdings wenig Interesse an europapolitischen Entwicklungen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) unter 2.267 Jugendlichen, die im Zeitraum September 2014 bis April 2015 bundesweit durchgeführt wurde. Demnach fühlen sich drei von vier Jugendlichen als Europäer.

Die EU-Mitgliedschaft Österreichs wird von 61 Prozent als „gute Sache“ empfunden, nur zehn Prozent sehen sie explizit als „schlechte Sache“. Etwa ein Viertel nimmt eine neutrale Position ein. Je jünger die Jugendlichen, desto EU-freundlicher ihre Einstellung, so die ÖGfE in einer Aussendung am Dienstag. Als EU-Bürger fühlen sich insgesamt 77 Prozent der Jugendlichen. 21 Prozent empfinden dies „eher nicht“ (15 Prozent) bzw. „überhaupt nicht“ (sechs Prozent) so. Männliche, ältere sowie Befragte aus Berufs- und Fachschulen sehen sich etwas häufiger nicht als EU-Bürger.

Jugendliche sind gleichzeitig deutlich stärker am heimischen politischen Geschehen interessiert, als an jenem auf EU-Ebene. Insgesamt 71 Prozent gaben an, Interesse am Politikgeschehen in Österreich zu haben, 29 Prozent verneinten dies. „Europapolitische Entwicklungen werden mit weitaus weniger Aufmerksamkeit verfolgt“ und das „sollte sich ändern“, meinte dazu ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt.

Jeder zweite Befragte gibt weiters an, dass jene Entscheidungen, die für sein persönliches Leben relevant sind, auf nationaler Ebene getroffen werden (55 Prozent). Für nur 19 Prozent fallen diese Entscheidungen hauptsächlich auf EU-Ebene, für 17 Prozent ist die regionale Ebene in dieser Hinsicht maßgebend.


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