Südtiroler wählen am Sonntag Ortsparlamente neu

Waren es 2010 noch 381 Listen, so treten heuer nur mehr 331 Gruppierungen an. Die SVP will ihre Position als Platzhirsch verteidigen.

(Symbolfoto)
© Julia Hammerle

Bozen – In 109 der 116 Südtiroler Gemeinden werden am Sonntag die Bürgermeister und Gemeinderäte neu gewählt. Wahlberechtigt sind 381.033 Personen. Die SVP will ihre Position als Platzhirsch verteidigen. Sie stellt bisher in 101 der 109 Orten den Gemeindechef. 2010 lag die Wahlbeteiligung bei 74,7 Prozent. Gewählt wird am Sonntag bis 21.00 Uhr, anschließend beginnt die Stimmenauszählung.

Die Zahl der antretenden Listen hat sich verringert. Waren es 2010 noch 381, so treten heuer nur mehr 331 Gruppierungen an. Die SVP stellt nach eigenen Angaben bisher 57,4 Prozent der Sitze. Am Sonntag schickt sie 1.985 Bewerber ins Rennen, die auf Listen in allen 109 Gemeinden antreten. Vergeben werden 1.785 Sitze, um die 4.336 Kandidaten rittern.

Die stärkste Oppositionspartei im Landtag, die Freiheitlichen, sind in 25 Gemeinden mit 131 Kandidaten präsent, die „Süd-Tiroler Freiheit“ in 24 Orten mit 139. Die Grünen kandidieren in vier Orten mit 83 Kandidaten, die BürgerUnion mit 16 Kandidaten in sieben Orten.

Bei der italienischen Sprachgruppe gilt das Interesse den größeren Gemeinden des Landes. Nur vier Orte (Bozen, Meran, Leifers und Brixen) haben mehr als 15.000 Einwohner. In der Landeshauptstadt, in der die deutschsprachige Volksgruppe die Minderheit ist, verzichtete die SVP auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Der seit 2005 amtierende Bürgermeister Luigi Spagnolli, der neben seiner Bürgerliste und der SVP von weiteren drei Listen unterstützt wird, sieht sich acht Mitbewerbern gegenüber.

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In Sterzing im Wipptal steht ein weiteres spannendes Match an: Dort kandidiert der langjährige SVP-Bürgermeister Fritz Karl Messner mit einer eigenen Bürgerliste gegen seine frühere Partei. Die SVP schickt dort Dietrich Thaler ins Rennen.

Neu ist bei dieser Wahl der Zeitpunkt der Stimmenauszählung. Bisher wurden die Urnen über Nacht aufbewahrt, das Auszählen startete am Montagfrüh. Heuer beginnt die Stimmenauszählung nach Wahlschluss um 21.00 Uhr. Bis 1.00 Uhr früh sollen die Bürgermeister bzw. die Gemeinden feststehen, in denen Stichwahlen nötig sind. Bis 4.00 Uhr früh hofft das Wahlamt, dass die 1.785 Mandate vergeben sind. (APA)


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