Zeitung: Fast 50 Tote bei ethnischem Konflikt in Kenia

Viehräuber sollen ein Dorf eines rivalisierenden Volkes überfallen haben. Im Norden Kenias sind Viehdiebstahl sowie blutige Konflikte zwischen unterschiedlichen Ethnien im Streit um Wasserrechte und Landnutzung keine Seltenheit.

Kenianische Soldaten patrouillieren im Grenzland zu Somalia. (Symbolfoto)
© AP

Nairobi - Bei einem Konflikt zwischen rivalisierenden Volksgruppen im Norden Kenias sind Medienberichten zufolge mindestens 46 Menschen getötet worden. Viehräuber des Turkana-Volkes würden verdächtigt, ein Dorf des Pokot-Volkes in der Nähe von Nadome angegriffen zu haben, berichtete die Zeitung „Daily Nation“ am Dienstag.

Der Behördenvertreter Osman Warfa sagte der Zeitung, der Überfall habe sich in einer sehr entlegenen Gegend ereignet. Zahlreiche Menschen seien verletzt und eine unbekannte Zahl an Tieren geraubt worden.

Im Norden Kenias sind Viehdiebstahl sowie blutige Konflikte zwischen unterschiedlichen Ethnien im Streit um Wasserrechte und Landnutzung keine Seltenheit. Der Behördenvertreter Peter Okwanyo sagte, vor dem Überfall von Montag hätten Angehörige der Pokot bei einem Überfall auf ein Turkana-Dorf hundert Ziegen gestohlen. Okwanyo sprach von gezielten Provokationen und forderte, die Schuldigen festzunehmen, um Spannungen zwischen den Volksgruppen zu reduzieren. (APA/AFP)

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