Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. In China fielen die Kurse deutlich, der Shanghai Compos...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. In China fielen die Kurse deutlich, der Shanghai Composite gab 181,75 Punkte oder 4,06 Prozent auf 4.298,71 Punkte nach. Der Hang Seng Index in Hongkong gab 368,28 Zähler (minus 1,31 Prozent) auf 27.755,54 Einheiten ab. In Tokio hingegen blieb die Börse feiertagsbedingt geschlossen.

Australien schloss unterdessen kaum verändert. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 0,3 Zähler oder 0,01 Prozent auf 5.816,20 Einheiten. In Indien tendierte der Sensex 30 in Mumbai zuletzt bei 27.430,61 Zählern mit einem Minus von 59,98 Punkten oder 0,22 Prozent.

Die chinesische Börse verbuchte vor allem aus Sorge vor Liquiditätsengpässen Verluste. Auf die Stimmung drückten Spekulationen über neue Regeln zu kreditfinanzierten Aktienkäufen. Aktienkurse seien inzwischen schon so stark gestiegen, dass sie sich nun offenbar von den Fundamentaldaten abkoppelten, hieß es aus dem Handel. Zudem hatten am Tag zuvor veröffentlichte Konjunkturdaten gezeigt, dass sich die Schwächephase der chinesischen Industrie im April weiter verstärkt hat.

Unterdessen senkte die australische Notenbank ihren Leitzins auf ein Rekordtief. Er werde von 2,25 auf 2,0 Prozent zurückgenommen, teilte die Reserve Bank of Australia (RBA) mit. „Der Vorstand stimmt darin überein, dass die Inflationsaussichten die Gelegenheit für eine weitere Lockerung der Geldpolitik bieten“, sagte RBA-Chef Glenn Stevens

Australische Bankaktien schlossen in der Folge ohne klare Richtung. Die National Australia Bank gab 0,33 Prozent nach, Westpac Banking verloren 0,90 Prozent. Australia and New Zealand Banking konnten hingegen 2,65 Prozent gewinnen.

Chinesische Bankaktien mussten größere Verluste hinnehmen. China Construction Bank gaben 2,50 Prozent nach, Bank of China und Bank of Communications verloren 3,21 bzw. 4,21 Prozent.


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