Bad ist nach 40 Jahren Geschichte

Gestern begann in Lienz offiziell der Abriss des alten Dolomitenbades. Das neue soll Ende 2016 aufsperren.

© Brunner

Von Catharina Oblasser

Lienz –Vor fast genau 40 Jahren, nämlich am 31. Mai 1975, wurde das Lienzer Dolomitenbad eröffnet. Seit gestern ist das altehrwürdige Gebäude nun endgültig Geschichte. BM Elisabeth Blanik setzte sich selbst in einen Bagger, um symbolisch mit dem Abriss zu beginnen. Damit ist der Weg für das Dolomitenbad neu geebnet.

Fast 7,5 Millionen Badegäste hatten in den vergangenen 40 Jahren die Einrichtung genutzt, 15.000 Betriebstage hat das alte Dolomitenbad auf dem Buckel. Hatte der Bau damals 68 Millionen Schilling verschlungen, so kostet das Dolomitenbad neu 14,47 Millionen Euro – in Schillingen wären das knapp 200 Millionen. An Landesförderung kommen davon 3,3 Millionen Euro. Der Baufortschritt lässt sich im Internet über www.stadt-lienz.at/dolomitenbadneu mitverfolgen.

VP-Stadtrat Christian Zanon hatte sich als Badausschussobmann jahrelang mit dem Projekt beschäftigt. Dabei wurde ein Neubau immer dringlicher, erinnert er sich. „Ich habe in meinen 17 Jahren im Gemeinderat mitverfolgt, wie das alte Bad 600.000 Euro Abgang pro Jahr verursachte. Das ergibt 10 Millionen, die man in einen Neubau hätte investieren können.“ Besonders teuer kam die Stadt die Stromversorgung. Sie verursachte die Hälfte der städtischen Stromkosten.

Bevor der Startschuss für den Neubau in Lienz fiel, musste sich die Stadt gegen Sillian und Matrei i. O. durchsetzen, die ebenfalls Bäder planten. Denn das Land hatte klargestellt, nur für ein Osttiroler Projekt den Geldhahn aufzudrehen, erinnert sich Zanon. „Die Konkurrenz war vor allem gegen Matrei hart“, so der Badausschussobmann. „Es gab die Aussage, solange Lienz eine rote Bürgermeisterin hat, wird es dort kein neues Bad geben.“

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Mittlerweile haben sich die Zeiten geändert, VP-Landtagsabgeordneter Hermann Kuenz überbrachte Grüße aus Innsbruck und erklärte: „Das Land unterstützt die Osttiroler Lösung, die für die gesamte Region da ist.“ Das neue Bad sei eine wichtige touristische Infrastruktur.


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