EZB-Mitglied - Zinsdifferenz zu den USA könnte Risiken bergen

Frankfurt (APA/Reuters) - Ein Auseinanderdriften der USA und der Eurozone in der Geldpolitik birgt nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Ch...

Frankfurt (APA/Reuters) - Ein Auseinanderdriften der USA und der Eurozone in der Geldpolitik birgt nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Christian Noyer die Gefahr von Ausschlägen an den Finanzmärkten. „Das kann eine Ursache von Instabilität sein,“ sagte Noyer am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Die Märkte würden sofort auf jede neue Information reagieren.

Der französische Notenbank-Gouverneur wies darauf hin, dass die US-Notenbank Fed derzeit versucht, langsam die Abkehr von ihrer ultralockeren Geldpolitik einzuleiten. Demgegenüber hat sich die Europäische Zentralbank (EZB) gegenwärtig festgelegt, die Zügel besonders locker zu lassen.

Bei außergewöhnlich niedrigen Zinsen müsse man wachsam sein hinsichtlich der Gefahr von Ausschlägen an den Finanzmärkten, sagte Noyer. Die Leitzinsen in der Eurozone liegen bereits seit September 2014 auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent. Die US-Notenbank Fed, die ihren Schlüsselsatz seit dem Höhepunkt der Finanzkrise Ende 2008 auf dem Niveau von null bis 0,25 hält, hat bereits eine bevorstehende Zinswende angekündigt. Den genauen Zeitpunkt ließ sie dabei aber offen.

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA256 2015-05-05/12:18


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