Republik nahm 1,1 Mrd. Euro am Kapitalmarkt auf - Höhere Rendite

Wien (APA) - Die Republik Österreich hat am Dienstag via Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) 1,1 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Dabei ...

Wien (APA) - Die Republik Österreich hat am Dienstag via Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) 1,1 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Dabei verlief die Auktion zu etwas schlechteren Bedingungen für die Republik wie zuletzt, die Rendite war leicht höher.

Aufgestockt wurden zwei im Umlauf befindliche Bundesanleihen. Die akzeptierte Durchschnittsrendite einer noch bis September 2021 laufenden Bundesanleihe belief sich auf 0,189 Prozent, im April waren es nur 0,055 Prozent. Aufgestockt wurde die Bundesanleihe um 605 Mio. Euro, davon wurden 55 Mio. Euro in die eigenen Bücher gelegt.

Bei einer noch bis Oktober 2023 laufenden Bundesanleihe belief sich die heute akzeptierte Durchschnittsrendite auf 0,414 Prozent. Aufgestockt wurde die Bundesanleihe um 495 Mio. Euro, davon wurden 45 Mio. Euro auf die eigenen Bücher gelegt.

Die Chefin der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur, Martha Oberndorfer, sieht keine dramatische Korrektur bei den Anleihenrenditen. „Wir sind noch immer unter dem Niveau zu Jahresbeginn“, sagte sie gegenüber der APA. Mehrere technische Faktoren spielten eine Rolle. Zuletzt hätten die EZB-Anleihenkäufe die Renditen in Österreich nach unten getrieben. Im Mai gebe es zudem mehr Angebot als Tilgungen, und die Inflationserwartungen seien zuletzt wieder gestiegen.

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Die Republik habe mit dieser Auktion ein Drittel ihres Refinanzierungsprogrammes für 2015 abgeschlossen, sagte Oberndorfer. Das Portfolio habe eine durchschnittliche Laufzeit von 8,5 Jahren. Damit habe sich der Bund für einen langen Zeitraum relativ tiefe Zinsen gesichert.

Im Fall der bis 2023 laufenden Anleihe betrage der Zinsabstand zu den deutschen Benchmark-Anleihen 12 Basispunkte, bei der bis 2021 laufenden 8 Basispunkte. Die Nachfrage nach den beiden Bundesanleihen sei überdurchschnittlich hoch gewesen, sagte die ÖBFA-Chefin. Die Aufstockung der bis Oktober 2023 laufenden sei 2,8-fach überzeichnet gewesen, die der bis September 2021 laufenden 2,5-fach. Die nächste Auktion findet am 9. Juni statt.


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