Grünes Licht fürs MCI, Schelte für FPÖ

In vier Jahren, Ende 2019, soll das Management Center Innsbruck die derzeit auf acht Standorte verteilten Unterrichtsräume am Hauptsitz vere...

© land Tirol

In vier Jahren, Ende 2019, soll das Management Center Innsbruck die derzeit auf acht Standorte verteilten Unterrichtsräume am Hauptsitz vereinen. Die Landesregierung beschloss gestern das Raum- und Funktionsprogramm für den Ausbau. „Mit der Stadt Innsbruck gibt es keine Irritationen, wir gehen abgestimmt vor“, sagte LH Günther Platter (VP). Das Land habe die Entwicklungspläne des MCI von Anfang an aktiv gefördert.Das MCI gehöre heute zu den Aushängeschildern des Wissenschaftsstandortes Tirol, den man ständig weiterentwickeln wolle.

80 Mio. Euro wird der Ausbau auf 16.700 Quadratmetern mit 31 Hörsälen für 3000 Studenten kosten. Dafür hat das Land Rücklagen von 47 Mio. Euro gebildet. Das MCI bietet 25 Studiengänge für Wirtschaft, Gesellschaft, Technologie und Life Scien­ces. LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) betonte, dass das Land die Studierendenstadt Innsbruck tatkräftig unterstütze. Siegfried Walch, Leiter des Bereichs Sozial- und Gesundheitsmanagement am MCI, sieht im neuen Campus ein sichtbares Zeichen, das in die ganze Welt hinausstrahle. Der Architektenwettbewerb soll bereits im Herbst starten.

Deutliche Worte fand Platter für die Attacken der FPÖ an der Tiroler Schützenführung, die für Flüchtlingsunterkünfte plädiert. Die FPÖ forderte Konsequenzen für den Kniefall „vor der grünen Asyllobby“. Platter spricht von einer hervorragenden Haltung der Schützen und von Solidarität. Der FPÖ wirft er vor, unanständige Parteipolitik auf dem Rücken von Flüchtlingen zu betreiben. Felipe erklärte, die Grünen seien gerne eine Lobby für Asylwerber und Flüchtlinge. Den Vorschlag der grünen LR Christine Baur, die sprachliche Zugangshürde für die Verleihung der Staatsbürgerschaft zu senken, lehnt Platter jedoch ab.

Konkrete Lösungen für die Wohnungsnot der Studierenden forderten gestern Anja Wiesflecker vom Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten (VSStÖ) und SP-LA Thomas Pupp. So müsse unter anderem Bewohnern von Wohngemeinschaften der Zugang zur Mietzinsbeihilfe erleichtert werden. Weiters sollen Drittstaatsangehörige ab dem Zeitpunkt der Immatrikulation berechtigt sein, Mietzinsbeihilfe zu beziehen. Außerdem müsse man innovative, preiswerte und auf die Bedürfnisse junger Menschen zugeschnittene Wohnkonzepte umsetzen. Einen entsprechenden Antrag hat Pupp für den Mai-Landtag angekündigt.

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Erneut Untätigkeit wirft AK-Präsident Erwin Zangerl der Regierung und Wohnbau-LR Johannes Tratter (VP) im Speziellen vor. Außer der Stellplatzverordnung werde nichts getan, um die Wohnkosten zu senken. (pn, np))


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