GrazMuseum lädt im Sommer zum Mitspielen ein

Graz (APA) - Wer sagt, dass man in Graz nur in Parks, Straßencafes oder entlang der Murpromenade vom Alltagsstress relaxen kann, wird vom Gr...

Graz (APA) - Wer sagt, dass man in Graz nur in Parks, Straßencafes oder entlang der Murpromenade vom Alltagsstress relaxen kann, wird vom GrazMuseum in diesem Sommer eines Besseren belehrt: Die gesamte Erdgeschoßzone hat sich in einen bei freiem Eintritt zugänglichen Spielplatz verwandelt - für Kinder und alle verspielten Erwachsenen, wie es am Dienstag beim Pressegespräch zu „SommerSpiele“ in Graz hieß.

Im Grazer Stadtmuseum lässt sich in diesem Sommer spielend die Zeit vertreiben: Unter anderem mit einer Spielzeugautobahn um die Wette fahren und den erforderlichen Strom dazu am Fahrrad selbst erzeugen, oder mit Kind und Kegel in ein riesiges Ballbad mit Blick auf die Sackstraße eintauchen. Und wer das wirklich kühle „Chill out“ sucht, kann im kleinsten und vielleicht charmantesten Freibad der Innenstadt im Innenhof in einem umfunktionierten Sperrmüllcontainer abtauchen. Ausprobieren und Anfassen sind in der Ausstellung, die sich über die gesamte Erdgeschoßzone des Museums ausbreitet, unbedingt erwünscht.

Insgesamt laden acht interaktive Installationen in der Foyerzone des Museums dazu ein, dem Alltagsstress zu entfliehen und über die Rolle des Spielerischen in der urbanen Gesellschaft zu reflektieren, wie Direktor Otto Hochreiter die Idee hinter der Sommerinitiative des Museums erläuterte. Man könne zwar hervorragend distanziert-wissenschaftlich über Zeitvertreib und Spiele im städtischen Kontext nachdenken, „wir haben uns diesmal entschieden, das Spiel selbst ins Museum zu holen und die Besucherinnen und Besucher zu Akteuren zu machen“, hielt Hochreiter fest.

Seit 2012 sei die Erdgeschoßzone des Museums eine frei zugängliche „Einschleifzone“, in welcher der städtischen Gesellschaft ein Stück öffentlicher Raum „zurückgegeben“ werde, sagte Hochreiter, der die interaktive Spielausstellung gemeinsam mit Kuratorin Christina Töpfer konzipiert hat. Mit den „SommerSpielen“ soll die Öffnungsidee des Museums verstärkt werden, so der Museumsleiter. Gestaltet wurden die Spielstationen im Foyer von Künstlern und Designern, die überwiegend in Graz und der Steiermark leben und arbeiten.

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Kinder und Erwachsene können die Spielzonen zu den Öffnungszeiten selbstständig benützen. Zu den „Offenen Spielnachmittagen“ können die Besucher zwischen null und 99 Jahren auch ihre eigenen Spiele mitbringen und gemeinsam mit anderen Besuchern aktiv werden. Im August wird jeweils montags ein kostenloses Spieleprogramm für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren angeboten.

( S E R V I C E - Installationen „SommerSpiele“, Foyer des Grazmuseum, Sackstraße 18, 8010 Graz. Bis zum 31. August. Programminfo unter http://grazmuseum.at )


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