T-Mobile - Wiens 1. Bezirk kommt bald nicht mehr mit LTE aus

Wien (APA) - Die derzeit modernste Mobilfunktechnik LTE (Long Term Evolution) stößt in Wiens Innenstadt bald an ihre Kapazitätsgrenzen, als ...

Wien (APA) - Die derzeit modernste Mobilfunktechnik LTE (Long Term Evolution) stößt in Wiens Innenstadt bald an ihre Kapazitätsgrenzen, als nächstes könnte Graz folgen, warnt T-Mobile-Chef Andreas Bierwirth. Der erste Wiener Gemeindebezirk werde daher gerade auf LTE+ aufgebessert. Je mehr Personen einen Sendemasten nutzen, umso langsamer wird die Übertragungsrate.

Gleichzeitig sollen auch einige weiße Flecken in dünner besiedelten Regionen abgedeckt werden, unter anderem sollen die Ortschaften Heugraben und Edelstauden einen T-Mobile-Empfang bekommen.

Kritik übte heute, Dienstag, T-Mobile-Chef Andreas Bierwirth an den bisher üblichen Netztests, die dann von den Siegern massiv beworben werden. Hier werde den Teilnehmern gegen ein „Beratungsentgelt“ mitgeteilt, wo gemessen wird - und dann werde das Netz genau darauf abgestimmt. Dies habe aber nichts mit den Kundenbedürfnissen zu tun.

T-Mobile strebt bis Ende 2016 den Vollausbau mit LTE an, insgesamt sollen dann dafür 300 Mio. Euro investiert worden sein. „Derzeit sind wir bei einer 67-prozentigen LTE-Netzabdeckung“, rechnete Bierwirth vor. Mitbewerber „Drei“ hat heute mitgeteilt, dass deren LTE-Abdeckung bei derzeit 85 Prozent liegt.

Während immer höhere Datenmengen die Netze belasten, geht die Zahl der SIM-Karten seit Mitte 2013 zurück - rein rechnerisch kommen auf jeden Österreicher aber noch immer 1,5 SIM-Karten (Quelle: RTR-Monitor, 1. Quartal 2015). Der Durchschnittsumsatz pro Kunde legte zuletzt im Vergleich zum Vorquartal um 4,9 Prozent auf 15 Euro pro Monat zu. Bei den Gesprächsminuten gab es einen Rückgang von 1,4 Prozent auf 137 Minuten monatlich. Die Anzahl der versendeten SMS pro Monat ist von durchschnittlich 29,1 auf 27,7 zurückgegangen. Das durchschnittliche monatliche Datenvolumen je SIM-Karte stieg gegenüber dem Vorquartal um 9 Prozent auf 1,1 Gigabyte an.

A1 hatte laut Regulierungsbehörde RTR zuletzt einen Marktanteil von 42 Prozent, T-Mobile von 31 Prozent und „drei“ von 27 Prozent. Im Vorjahr waren die Umsätze der Mobilfunkbetreiber gesunken, Bierwirth rechnet kurzfristig nicht mit einer Besserung. Für sein Unternehmen erwartet er aber zumindest eine Steigerung des operativen Gewinnes, der zuletzt bei 211 Mio. Euro gelegen sei.

~ WEB http://www.t-mobile.at ~ APA327 2015-05-05/13:28


Kommentieren