Europas Leitbörsen zu Mittag kaum bewegt

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag zu Mittag uneinheitlich und kaum bewegt tendiert. Der 50 führende ...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag zu Mittag uneinheitlich und kaum bewegt tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 7,94 Einheiten oder 0,22 Prozent auf 3.625,00 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.00 Uhr mit 11.613,95 Punkten und einem Minus von 5,90 Einheiten oder 0,05 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London gewann hingegen 25,64 Zähler oder 0,37 Prozent und steht nun bei 7.011,59 Stellen.

Gemischte Signale kamen von der Konjunkturdatenfront. Als „Rückenwind für die wirtschaftliche Erholung“ sieht die EU-Kommission die präsentierte Frühjahrsprognose. Demnach wird die Wirtschaft 2015 um 1,8 Prozent in der EU wachsen. Dies ist etwas mehr als die im Februar prognostizierten 1,7 Prozent. Die Eurozone kann mit einem Plus von 1,5 Prozent anstatt 1,3 Prozent rechnen.

Griechenland bleibt hingegen das Sorgenkind der EU. So wird das Wirtschaftswachstum gegenüber der Winterprognose - damals 2,5 Prozent - auf nunmehr 0,5 Prozent herabgedrückt. Die Staatsschuld wiederum dürfte auf 180,2 Prozent des BIP steigen, zuvor war noch ein Rückgang auf 170,2 Prozent erwartet worden. Der griechische Athen Composite Index stand zu Mittag bei Minus 3,47 Prozent und 797,79 Punkten.

Nur wenig Einfluss auf den Handel hatten positive Arbeitsmarktdaten aus Spanien. Im April hatten dort 4,33 Mio. Menschen keinen Job - rund 119.000 oder 2,7 Prozent weniger als im Vormonat. Besonders im Dienstleistungssektor, aber auch in der Bauwirtschaft und in der Industrie nahm die Zahl der Erwerbslosen ab.

Am Nachmittag rückt heute der ISM-Index des Dienstleistungsgewerbes aus den USA in den Fokus. Analysten erhoffen sich davon, das Vorgehen der US-Notenbank Fed besser einschätzen zu können.

Unter den Einzelwerten stachen vor allem UBS-Aktien an der Börse Zürich hervor. Sie stiegen rund sechs Prozent, nachdem die Großbank im ersten Quartal einen Gewinnsprung um 88 Prozent auf 1,98 Mrd. Franken bekanntgegeben hatte. Damit übertraf die Bank die Analystenschätzungen von 1,12 Mrd. Franken deutlich.

In London standen die Papiere der Branchenkollegin HSBC bei minus 1,84 Prozent. Die britische Bank hat dank der wirtschaftlichen Erholung im ersten Quartal mehr verdient. Der Vorsteuergewinn kletterte um vier Prozent auf 7,05 Mrd. Dollar. Bankchef Stuart Gulliver sagte, die Rückstellungen für faule Kredite seien deutlich rückläufig gewesen, vor allem in Nordamerika und Europa.

In Frankfurt fielen Lufthansa-Papiere um 1,22 Prozent, nachdem sie zuvor noch knapp im Plus notierten. Das Unternehmen hat sein Schreckensquartal zum Jahresbeginn mit deutlich verbesserten Ergebnissen überstanden. Trotz des Absturzes der Germanwings-Maschine am 24. März und sechs Tagen Pilotenstreik verringerte sich der saisontypische Verlust im laufenden Geschäft im Jahresvergleich um fast ein Drittel.

Weniger gut lief es für Glencore, die 0,99 Prozent verloren. Die Aktien des Rohstoffhändlers rutschten nach Bekanntgabe von Produktionszahlen ans untere Ende des FTSE-100. Vor allem die Kupfergewinnung habe sich verringert, hieß es.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA333 2015-05-05/13:32


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