Frankfurter Rentenmarkt tendiert kaum verändert

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Dienstag ihre Verlustserie zunächst stoppen können. Am Morgen lag der ric...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Bundesanleihen haben am Dienstag ihre Verlustserie zunächst stoppen können. Am Morgen lag der richtungweisende Euro-Bund-Future unverändert zum Vortagesschluss bei 155,67 Punkten. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag ebenfalls unverändert bei 0,44 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Mitte Jänner.

Nach immer neuen Renditetiefs hat sich das Bild seit Mitte vergangener Woche schlagartig gewandelt. Seither ist der Zehnjahreszins um knapp 0,4 Prozentpunkte gestiegen. Der Bund-Future verlor im Gegenzug fast vier Punkte. Experten nennen zahlreiche Gründe für den „Flash-Crash“, wie die Anleiheexperten der Commerzbank den Absturz am Rentenmarkt nennen. Unter anderem werden Erwartungen einer besseren Konjunktur im Euroraum mit möglicherweise höheren Inflationsraten genannt.

Am Dienstag dürften die Anleger dagegen über den Atlantik blicken. In den USA wird der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor veröffentlicht. Amerikanischen Konjunkturdaten kommt derzeit eine besonders große Bedeutung zu, weil von ihnen die für dieses Jahr erwartete Zinswende der amerikanischen Notenbank Fed abhängt. Bleibt die Entwicklung wie zum Jahresstart schwach, könnte die Fed ihre erste Zinsanhebung seit der Finanzkrise aufschieben.


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