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Heilung vom anderen Ende der Welt

Tibetische Mediziner brauchen keine Hilfsmittel, um Diagnosen zu stellen. Sie erkennen mit Blicken, wie es um die Gesundheit ihrer Klienten steht. Um sie zu heilen, müssen sie ihre Energien ins Lot bringen.

Die Medizin der Tibeter könnte zum Weltkulturerbe ernannt werden.
© iStock

Blutdruckmesser, EKG, MRT – um eine medizinische Diagnose zu stellen, bedarf es unzähliger Hilfsmittel. Zumindest in der Schulmedizin. Ein Tibetischer Mediziner braucht lediglich seine Fingerspitzen: Indem er Zeige-, Ring- und Mittelfinger auf die Handgelenke des Patienten legt, kann er dessen Puls messen. So weit nicht allzu spektakulär. „Allerdings ertastet er so den Zustand der Organe“, schildert Florian Überall, Professor für Medizinische Biochemie an der Medizinischen Universität Innsbruck. Der Puls, den der Zeigefinger der rechten Hand misst, gibt etwa Aufschluss über Herz und Dünndarm.


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