Haider-Maurers Angriff von Innsbruck aus zur Weltspitze

Andreas Haider-Maurer schlägt seine Zelte als neue Nummer eins Österreichs auch langfristig in Tirol auf.

Beim Innsbrucker Tennisklub hat Andreas Haider-Maurer seine alte Trainingsheimat wiedergefunden.
© Andreas Rottensteiner / TT

Von Roman Stelzl

Innsbruck –Ein erfolgreiches Jahr brachte Andreas Haider-Maurer mit den Top 50 der Welt an das Ende einer langen Reise – und es führte ihn zugleich zurück an den Start. Zurück auf das Areal des Innsbrucker Tennisklubs IEV. Dort, wo der 28-jährige Niederösterreicher noch bis vor etwa drei Jahren seine Trainingsheimat hatte. Und wo sie es nun wieder werden wird. Und das wohl für eine sehr lange Zeit.

„Wir trainieren jetzt wieder fix hier. Ich fühle mich wohl, es geht mir bestens und ich will mir eine Wohnung in Innsbruck oder der näheren Umgebung kaufen“, erzählt Haider-Maurer, als er neben seinem Tiroler Trainer Daniel Huber sitzt. Die Paarung mit dem erst 30-jährigen Vomper spritzt vor Jugendlichkeit. Die beiden lachen, amüsieren sich – und seit das Gespann Anfang des Jahres gemeinsam unterwegs ist, raste die Formkurve Haider-Maurers steil nach oben: Von Rang 82 verbesserte sich Haider-Maurer auf Rang 47 (aktuell 50) und wird trotz einer zweiwöchigen Pause ab Montag Dominic Thiem als besten Österreicher in der Weltrangliste überholen. Zum ersten Mal in seiner Karriere.

„Nummer eins in Österreich will jeder mal werden. Es ist nicht überraschend, dass es so gut gelaufen ist. Aber es ist schneller gekommen, als ich mir das gedacht habe“, schmunzelt Haider-Maurer. Seine Erfolgsbilanz 2015 ist in Stein gemeißelt: Halbfinale beim ATP-500-Turnier in Rio (BRA), zwei Viertelfinale, ein Duell mit dem serbischen Superstar Novak Djokovic (Achtelfinale Monte Carlo) und ein Preisgeld von über 250.000 US-Dollar. Der Einzug in die Top 50 war das Sahnehäubchen einer erfolgreichen Reise – und jetzt gilt die Konzentration zwei neuen Zielen: Die Top 40 und das erstmalige Erreichen der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers. „Ich weiß, dass für mich jetzt sehr viele schlagbar sind.“

Großen Anteil an diesem gewonnenen Selbstvertrauen hat Coach Huber. Nach Patricia Mayr-Achleitner und Yvonne Meusburger betreut er den dritten ÖTV-Profi mehr oder minder alleine. „Das Arbeiten mit Andi ist angenehm, sehr unkompliziert. Wir haben viel bei der Beinarbeit verbessert, haben Feinheiten verändert. Die Basis ist jetzt besser“, erklärt Huber. Er ist ein Grund für die Rückkehr nach Tirol. Ein zweiter, um einiges größerer Grund ist Langzeitfreundin Iris Khanna aus Telfs, mit der Haider-Maurer nach Innsbruck ziehen will. Um von dort aus seine nächste Reise in Richtung Weltspitze zu starten.

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