WKÖ: Tourismus kein Treiber der Arbeitslosigkeit

Wien (APA) - Die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer (WKÖ), Petra Nocker-Schwarzenbacher, orte...

Wien (APA) - Die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer (WKÖ), Petra Nocker-Schwarzenbacher, ortet in der Diskussion um Arbeitslosigkeit im Tourismus „schwere Fehlinterpretationen“. Tourismus sei kein Treiber der Arbeitslosigkeit, im Gegenteil: Im März seien mit im Schnitt 204.984 Beschäftigten so viele Personen wie noch nie in der Sparte beschäftigt gewesen.

Das Arbeitsmarktservice (S) hatte sich gestern in einer Spezialanalyse der Arbeitsmarktlage im Tourismus (Beherbergung und Gastronomie) gewidmet. Demnach sei der Sektor mehr oder weniger von Saisonarbeit und überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit geprägt.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Branche im April 2015 um 10,5 Prozent sei „zweifellos unerfreulich“, der Tourismus stehe aber nicht alleine da, so Nocker-Schwarzenbacher am Dienstag in einer Aussendung. In 17 anderen Branchen (von 25 verglichenen Branchen) sei die Arbeitslosigkeit stärker gestiegen.

Der Tourismus sei für viele eine Einstiegsbranche oder Zwischenstation: Wer etwa zur Überbrückung im Hotel- und Gastgewerbe jobbt und danach keinen Arbeitsplatz in seiner angestammten Branche finde, werde im Tourismus arbeitslos geführt. Das erzeuge in der Arbeitslosenstatistik ein völlig falsches Bild.

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