Grundrechteagentur fordert kindergerechtere Justiz in den EU-Staaten

Wien (APA) - Die Justiz in den EU-Staaten muss mehr tun, damit sie die Bedürfnisse von Kindern mehr entspricht. Das fordert ein am Dienstag ...

Wien (APA) - Die Justiz in den EU-Staaten muss mehr tun, damit sie die Bedürfnisse von Kindern mehr entspricht. Das fordert ein am Dienstag veröffentlichter Bericht der in Wien ansässigen EU-Grundrechteagentur (FRA).

Kinder sind demnach bei Gerichtsverfahren teils unnötigen psychischen Belastungen ausgesetzt. Auch werde das Recht des Kindes auf Gehör in Prozessen trotz Verbesserungen in den vergangenen Jahren teilweise missachtet. Zudem würden Kinder in Strafverfahren wegen eines Mangels an Privatsphäre erneut traumatisiert.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass Kinder verunsichert oder unter Stress gesetzt werden, wenn sie an Gerichtsverfahren beteiligt sind“, erklärte FRA-Direktor Constantinos Manolopoulos in einer Aussendung. Es seien europaweite Standards nötig, damit Kinder nur in sicheren Räumen und mit Rücksicht auf ihr Alter gehört würden. Kinder sollten vor Gericht zudem in möglichst wenigen Anhörungen und nur von einigen wenigen ausgebildeten Fachkräften befragt werden.


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