Europas Leitbörsen schließen tiefrot

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag deutlich in der Verlustzone geschlossen. Der Aktienindex für 50 fü...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag deutlich in der Verlustzone geschlossen. Der Aktienindex für 50 führende Unternehmen der Eurozone, Euro-Stoxx-50 verlor 86,38 Zähler oder 2,38 Prozent. Der breiter gefasste Euro-Stoxx Index ermäßigte sich um 8,52 Zähler oder 2,28 Prozent auf 365,65 Einheiten.

Die europäischen Börsen fielen im Sog der schwachen US-Börsen deutlich nach unten. Für Belastung sorgte am Nachmittag das US-Handelsdefizit, das sich im März stark ausgeweitet hatte. Der Fehlbetrag erhöhte sich um 15,5 Milliarden US-Dollar auf 51,4 Milliarden Dollar. Das ist der höchste Stand seit Oktober 2008. Erwartet wurde ein viel geringeres Defizit von 41,7 Milliarden Dollar.

Anschließend rückte der Servicesektor aus den USA in den Vordergrund und überraschte positiv. Der Einkaufsmanagerindex des ISM (Institute for Supply Management) stieg um 1,3 Punkte auf 57,8 Punkte. Dies ist der höchste Stand seit November. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 56,2 Punkte gerechnet.

Gemischte Signale kamen von der Konjunkturdatenfront. Als „Rückenwind für die wirtschaftliche Erholung“ bezeichnete die EU-Kommission die präsentierte Frühjahrsprognose. Demnach wird die Wirtschaft 2015 um 1,8 Prozent in der EU wachsen. Dies ist etwas mehr als die im Februar prognostizierten 1,7 Prozent. Die Eurozone kann mit einem Plus von 1,5 Prozent anstatt 1,3 Prozent rechnen.

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Griechenland bleibt hingegen das Sorgenkind der EU. So wird das Wirtschaftswachstum gegenüber der Winterprognose - damals 2,5 Prozent - auf nunmehr 0,5 Prozent herabgedrückt.

Bei den Einzelwerten stand vor allem die Schweizer Großbank UBS im Fokus, die mit einem deutlichen Plus von 3,78 Prozent schließen konnte. Die größte Schweizer Bank überraschte am Dienstag mit dem besten Quartalsergebnis seit fast fünf Jahren. Der Reingewinn der UBS kletterte im ersten Quartal um 88 Prozent auf 1,98 Mrd. Franken und übertraf damit selbst die optimistischsten Analystenschätzungen deutlich.

In Frankfurt brachte der Sportartikelhersteller Adidas gute Quartalszahlen, die Aktien schlossen dennoch bei minus 2,25 Prozent. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 17 Prozent auf 4,083 Mrd. Euro an. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 3,913 Mrd. Euro gerechnet. Der Konzerngewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Wertminderungen legte um 22 Prozent auf 255 Mio. Euro zu.

Lufthansa-Papiere gaben um 2,21 Prozent nach. Das Unternehmen hat sein Schreckensquartal zum Jahresbeginn mit deutlich verbesserten Ergebnissen überstanden. Trotz des Absturzes der Germanwings-Maschine am 24. März und sechs Tagen Pilotenstreik verringerte sich der saisontypische Verlust im laufenden Geschäft im Jahresvergleich um fast ein Drittel.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.583,93 -30,16 -1,15 2.614,09 Frankfurt DAX 11.327,68 -292,17 -2,51 11.619,85 London FT-SE-100 6.927,58 -58,37 -0,84 6.985,95 Paris CAC-40 4.974,07 -107,90 -2,12 5.081,97 Zürich SPI 9.175,69 -62,33 -0,67 9.238,02 Mailand FTSEMIB 22.576,35 -640,82 -2,76 23.217,17 Madrid IBEX-35 11.118,00 -311,10 -2,72 11.429,10 Amsterdam AEX 482,61 -8,56 -1,74 491,17 Brüssel BEL-20 3.600,20 -72,32 -1,97 3.672,52 Stockholm SX Gesamt 1.595,48 -38,62 -2,36 1.634,10 Europa Euro-Stoxx-5 3.546,56 -86,38 -2,38 3.632,94

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Euro-Stoxx 365,65 -8,52 -2,28 374,17 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA557 2015-05-05/18:10


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