„Monuments Men“ übergaben verschollene Ölgemälde an Deutschland

Washington (APA/AFP) - 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat die Stiftung „Monuments Men“ fünf von US-Soldaten illegal mitgebrac...

Washington (APA/AFP) - 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat die Stiftung „Monuments Men“ fünf von US-Soldaten illegal mitgebrachte Gemälde an ihre rechtmäßigen Besitzer in Deutschland zurückgegeben. Die Kunstwerke seien die „Spitze des Eisbergs der hunderttausenden Gemälde und anderer Kulturgüter, die seit dem Zweiten Weltkrieg noch immer vermisst werden“, sagte Stiftungsgründer Robert Edsel am Dienstag.

Die „Monuments Men“ waren eine US-Spezialeinheit, die während des Weltkriegs Kunstschätze schützen sollte. Hollywoodstar George Clooney hatte der Truppe mit seinem gleichnamigen Film vergangenes Jahr ein Denkmal gesetzt.

Drei Ölgemälde der Maler Frans Francken III., Christian Wilhelm Ernst Dietrich und Franz de Paula Ferg aus dem 17. und 18. Jahrhundert kehren nun an die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau zurück. Das Schlosshotel Kronberg in der Nähe von Frankfurt am Main bekommt eine Kopie des Gemäldes „Charles I. in drei Positionen“ des flämischen Barockmalers Anthonis van Dyck sowie das Ölgemälde „Madonna und Kind“ eines unbekannten Künstlers aus dem 19. Jahrhundert wieder.

Die „Monuments Men“-Stiftung nutzt die Aufmerksamkeit durch den Clooney-Film, um in den Vereinigten Staaten Kunstwerke aufzuspüren, die US-Soldaten illegal mit in die Heimat gebracht hatten. Dank der Tipps von Nachfahren konnten die fünf Gemälde am Dienstag zurückgegeben werden. Im Fall der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau hatte ein US-Major die Bilder nach Angaben der Stiftung bei einem Poker-Spiel gewonnen. Die beiden Kunstwerke, die an das Schlosshotel Kronberg gehen, hatte eine Bibliothekarin in Diensten der US-Besatzungstruppen Ende 1945 erworben.

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