Mike Huckabee startet zweiten Anlauf ins Weiße Haus

Der strikt konservative Ex-Gouverneur von Arkansas will für das Amt des US-Präsidenten kandidieren. Er ist der sechste Republikaner im Rennen.

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Washington – Das Bewerberfeld für die Präsidentschaftskandidatur 2016 der US-Republikaner wächst weiter: Der einstige Baptistenprediger und frühere Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, stieg am Dienstag in das Rennen ein. „Ich bin Kandidat für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika“, sagte er vor Anhängern in seiner Heimatstadt Hope im Bundesstaat Arkansas.

In seiner Rede wetterte er gegen die politische Elite in Washington und prangerte die stagnierenden Einkommen vieler Familien in den USA an. „Ich war nie der Lieblingskandidat derjenigen im Korridor der Macht in Washington und der Wall Street und werde es auch nicht sein“, sagte Huckabee. Der christlich-konservative Politiker hatte sich bereits 2008 erfolglos um die republikanische Kandidatur beworben. Anschließend arbeitete er als Moderator für den Nachrichtensender Fox News. Mit Blick auf seine Präsidentschaftsambitionen gab Huckabee die Sendung Anfang des Jahres auf.

Liebling der evangelikalen Wähler

Der 59-jährige Vater dreier erwachsener Kinder ist vor allem beim evangelikalen Wählerblock innerhalb der Republikanischen Partei beliebt. Huckabee lehnt Abtreibungen und die gleichgeschlechtliche Ehe strikt ab. In der Außenpolitik warnte er am Dienstag vor allem vor den Gefahren durch radikale Islamisten. „Als Präsident, das verspreche ich, werden wir nicht länger nur versuchen, den Dschihadismus einzudämmen“, sagte er. „Wir werden ihn besiegen.“

Bei den Republikanern zeichnet sich ein harter Kampf um die Präsidentschaftskandidatur ab: Huckabee ist der sechste Republikaner, der seinen Hut für die Wahlen im November 2016 in den Ring wirft. Die drei Senatoren Marco Rubio, Ted Cruz und Rand Paul streben nach der Nominierung, sehr wahrscheinlich tritt auch Jeb Bush an. Der Ex-Gouverneur von Florida ist der Bruder des früheren Präsidenten George W. Bush und Sohn von Ex-Präsident George Bush. Am Montag hatten zwei Seiteneinsteiger ihre Bewerbung erklärt, der Neurochirurg Ben Carson und die frühere Chefin des Technologiekonzerns Hewlett-Packard, Carly Fiorina.

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Erst Vorwahlen Anfang 2016

Die ersten Vorwahlen von Demokraten und Republikanern finden Anfang kommenden Jahres statt. Der Nachfolger von Präsident Barack Obama, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf, wird im November 2016 gewählt. Bei seinen Demokraten gilt die frühere Außenministerin Hillary Clinton als große Favoritin für die Kandidatur. Konkurrenz bekommt sie vom parteilosen Senator Bernie Sanders, der im linken Flügel der Demokraten Anhänger hat. Auch der frühere Senator Jim Webb hat sein Interesse erklärt, liegt in Umfragen aber ebenso wie Sanders weit hinter Clinton.

Die Demokraten teilten am Dienstag mit, dass sich die Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Partei in sechs Fernsehdebatten messen sollen. Die erste Debatte werde später in diesem Jahr stattfinden, erklärte Parteivorsitzende Debbie Wasserman Schultz. Die Republikaner planen neun Fernsehdebatten zwischen August 2015 und Februar 2016. (APA/AFP/dpa)


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