Sozialistin bei Wahl zur Regierungschefin in Andalusien gescheitert

Sevilla (APA/dpa) - Die spanische Sozialistin Susana Diaz ist bei ihrer Wiederwahl zur Ministerpräsidentin der Region Andalusien im ersten D...

Sevilla (APA/dpa) - Die spanische Sozialistin Susana Diaz ist bei ihrer Wiederwahl zur Ministerpräsidentin der Region Andalusien im ersten Durchgang gescheitert. Bei der Abstimmung am Dienstag im Regionalparlament in Sevilla erhielt die amtierende Regierungschefin nur die 47 Stimmen ihrer Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE). Die 62 Abgeordneten der Oppositionsparteien stimmten geschlossen gegen die 40-Jährige.

Für eine Wiederwahl im ersten Durchgang hätte Diaz die absolute Mehrheit benötigt. Bei der nächsten Abstimmung an diesem Freitag würde ihr eine einfache Mehrheit ausreichen. Dazu müsste aber eine der Oppositionsparteien - zum Beispiel die Linkspartei Podemos (Wir können) oder die liberale Bewegung Ciudadanos (Bürger) - für die Sozialistin stimmen oder sich der Stimme enthalten.

Die PSOE hatte die vorgezogene Wahl in der bevölkerungsreichsten Region Spaniens Ende März gewonnen, die absolute Mehrheit aber weit verfehlt. Die Region im Süden des Landes ist eine Hochburg der Linken. Die Sozialisten regieren dort seit der Rückkehr Spaniens zur Demokratie nach dem Ende der Franco-Diktatur (1939-1975).


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