US-Börsen

New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörsen haben am Dienstag mit Abschlägen geschlossen. Der Dow Jones verlor 142,20 Einheiten oder 0,79 P...

New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörsen haben am Dienstag mit Abschlägen geschlossen. Der Dow Jones verlor 142,20 Einheiten oder 0,79 Prozent auf 17.928,20 Zähler. Der S&P-500 Index reduzierte sich um 25,03 Punkte (minus 1,18 Prozent) auf 2.089,46 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index gab deutliche 77,60 Einheiten oder 1,55 Prozent auf 4.939,33 Zähler ab.

Die Konjunkturdaten lieferten am Dienstag kein einheitliches Bild. Für Kursrückgänge sorgte besonders das überraschend deutlich gestiegene Defizit in der US-Handelsbilanz im März. Der Fehlbetrag erhöhte sich um 15,5 Mrd. auf 51,4 Mrd. US-Dollar, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit einem weit geringeren Defizit von 41,7 Mrd. Dollar kalkuliert. Ausschlaggebend sei ein verhaltener Anstieg der Ausfuhren im Monatsvergleich um 0,9 Prozent. Auf der anderen Seite legten die Einfuhren um deutliche 7,7 Prozent zu.

Die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA hat sich im April hingegen überraschend aufgehellt. Der ISM-Einkaufsmanagerindex kletterte um 1,3 auf 57,8 Zähler wie das ISM (Institute for Supply Management) mitteilte. Dies entspricht dem höchsten Stand seit November, Experten hatten dagegen mit einem Rückgang auf 56,2 Punkte gerechnet.

Im Dow Jones konnten sich die Aktien der beiden Ölunternehmen lange Zeit unter den Spitzenwerten halten. Hintergrund ist der zuletzt angezogene Ölpreis. Der Future auf die US-Ölsorte West Texas Intermediate mit Lieferung im Juni durchbrach am Dienstag die Marke bei 60 Dollar und kletterte damit um zeitweise über zwei Prozent. Auch in weiterer Folge erwarten Analysten keinen Halt bei der Erholung der Ölpreise. Jeder Preisrückgang werde als weitere Kaufempfehlung erachtet, erklärten die Experten der Commerzbank. Nach dem Ölpreis aber wieder etwas an Boden abgab, rutschten auch die beiden Ölwerte etwas weiter ab. Chevron fielen 0,30 Prozent ExxonMobil gaben 0,56 Prozent ab.

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Die ursprünglichen Gewinne mussten auch die Disney-Aktien kurz vor Ende abgeben. Ein gutes Geschäft in Vergnügungsparks und der robuste Verkauf von Fanartikeln ließen den Gewinn im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um zehn Prozent auf gut 2,1 Milliarden Dollar steigen. Der Umsatz wuchs zudem um sieben Prozent auf 12,46 Mrd. Dollar, wie Disney mitteilte. Für die positive Entwicklung waren Produkte zum Film „Frozen“ und Artikel mit den „Avengers“-Superhelden verantwortlich. Die Disney-Aktie fiel minimale 0,12 Prozent.

Mit deutlichen Zuwächsen konnten dagegen die Aktien von Salesforce den Handel beenden. Bloomberg zufolge hieß es in Kreisen, dass der Software-Gigant Microsoft ein Angebot für das kalifornische Unternehmen überlegt. Die Salesforce-Titel gingen 5,92 Prozent höher aus dem Handel. Microsoft gaben 1,33 Prozent ab.

Der US-Mobilfunkriese Sprint konnte seinem Kundenschwund offenbar Herr werden. Wegen Preissenkungen und Werbekosten weitete sich jedoch der Nettoverlust auf 224 Mio. Dollar aus. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Minus von 151 Mio. Dollar verbucht worden. Der Umsatz fiel gleichzeitig um 6,7 Prozent auf 8,28 Mrd. Dollar. Obwohl die Sprint-Werte zunächst dank des Zustroms von 170.000 neuen Abonnenten ein Plus verzeichneten gingen sie letztendlich um deutliche 3,11 Prozent tiefer aus dem Handel.

Mit Abschlägen schlossen auch die Aktien von Kellogg. Das Unternehmen hat im ersten Quartal Einbußen beim Nettoumsatz in Höhe von fünf Prozent wegstecken müssen. Besonders der starke Dollar verhagelte das Ergebnis. Der Gewinn fiel auf 227 Mio. Dollar. Kellogg schlossen 1,48 Prozent tiefer.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA644 2015-05-05/22:28


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