Millionen für Klima-Strafen statt Dämmung

Von Alois Vahrner...

Die beiden Steinbacher-Geschäftsführer Ute Steinbacher und Roland Hebbel (rechts) mit ihrem Werbestar Andreas Goldberger.Foto: Steinbacher

Von Alois Vahrner

Erpfendorf –Österreich braucht mit Blick auf die hohe Arbeitslosigkeit mehr Jobs und verstärkte Klimaschutz-Bemühungen. Statt dafür aber verstärkt in die Haussanierung und Dämmung zu investieren, gebe es wegen des Spardiktats bei den Ausgaben der öffentlichen Hand und auch bei den Privaten bestenfalls eine Stagnation – auch beim Wohnungsneubau. Das beklagen die Geschäftsführer von Steinbacher Dämmstoffe in Erpfendorf, Roland Hebbel und Ute Steinbacher.

Sorgenkind sei auch der Tourismus, der durch die Steuer-Verschärfungen wohl noch stärker auf die Bremse steigen werde, nachdem es in den letzten Jahren bereits Rückgänge gegeben habe. Österreich drohe jedenfalls, die Kyoto-Klimaziele 2020 klar zu verfehlen, was einige Hundert Mio. Euro an Strafzahlungen nach sich ziehen würde. „Dieses Geld wird dann irgendwo auf der Welt, aber leider nicht in Österreich investiert.“

In Summe sei der Dämmungsmarkt im Vorjahr in Österreich um etwa zehn Prozent geschrumpft, Steinbacher habe sich mit minus fünf Prozent Umsatz auf 78 Mio. Euro noch gut geschlagen, sagt Hebbel. Der Mitarbeiterstand in Erpfendorf blieb stabil bei etwa 300 Beschäftigten. Damit sei man einer der größten Arbeitgeber der Region.

In den letzten zehn Jahren hat Steinbacher an die 40 Mio. Euro in den Standort investiert, seither stieg der Mitarbeiterstand um fast ein Drittel. „Wir bekennen uns klar zu Tirol, auch wenn die Rahmenbedingungen etwa bei Steuern und Lohnnebenkosten belastend sind“, so Hebbel. Der Betrieb hat auch eine Niederlassung in Deutschland und einen eigenen Produktionsstandort in Polen.

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Neben Dämmstoffen und -platten fungiert Steinbacher seit einiger Zeit unter der Submarke „Systeme+“ als Gesamtanbieter von Dachsystemen. Zu manchen Diskussionen über den Dämmstoff Styropor meint Hebbel: „Es fördert weder die Schimmelbildung, noch treten giftige Gase aus, Styropor ist wirtschaftlich und gesundheitlich völlig unbedenklich.“ Mit jedem Liter Erdöl, der für die Produktion verbraucht wird, würden während der Lebensdauer des Dämmstoffes 200Liter Heizöl eingespart.


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