Kitzbüheler Rathaus wird nun auch barrierefrei

Der Besuch im Kitzbüheler Rathaus wird nun auch Menschen im Rollstuhl oder älteren Personen möglich. Ein Lift wird eingebaut.

© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Der Amtsweg in Kitzbühel ist ein schwieriger – vor allem für Menschen mit Behinderung oder ältere Personen, aber auch Personen mit Kinderwägen. Das altehrwürdige Rathaus ist nämlich nicht barrierefrei. Gleich zur Begrüßung warten vier Stufen, bevor man überhaupt in das Gebäude kommt.

Damit ist nun aber Schluss, noch heuer wird das Rathaus barrierefrei. Die Arbeiten für den neuen Eingang und einen Lift laufen bereits. Dieser wird in das geräumige Stiegenhaus integriert und somit sind die Amtsbüros dann auch wirklich für jeden erreichbar. Nicht nur aus Sicht der Betroffenen war es höchste Zeit. Mit 1. Jänner 2006 ist das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft getreten, welches eine Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden vorschreibt. Zuerst aber nur für Neubauten, für Altbestände war eine Übergangsfrist vorgesehen. In Kitzbühel wurden die Arbeiten immer wieder hinausgeschoben.

Ein solcher Aufschub war nun letztlich nicht mehr möglich, denn die Übergangsbestimmung endet mit 31. Dezember 2015. „Aber egal, ob diese Frist nun ausgelaufen wäre oder nicht, es ist heute kein Luxus mehr, ein barrierefreies Rathaus zu haben“, sagt Bürgermeister Klaus Winkler.

Noch heuer sollen der Personenlift und der Eingang zum Rathaus mit einer neuen Eingangstüre fertiggestellt werden, im kommenden Jahr folgt dann die Sanierung des Stiegenhauses und der WC-Anlagen im Gebäude. „Auch das Stiegenhaus ist in die Jahre gekommen und nicht mehr ansehnlich. Hier war eine Sanierung auch notwendig“, betont Winkler. Ein neuer Behindertenparkplatz neben dem Kirchbergertor wurde erst vor Kurzem vom Gemeinderat beschlossen, somit ist das Gebäude auch für Rollstuhlfahrer recht einfach erreichbar.

Für das heurige Jahr sind Mittel in der Höhe von 300.000 Euro budgetiert, auch im Jahr 2016 sollen die Kosten noch einmal 300.000 Euro betragen. Die Umbauarbeiten sollen dann im Sommer 2016 abgeschlossen sein.


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